„Not gegen Elend!“

Eddie Müller sah im Spiel gegen Tengern den Roten Karton und wird so im Spielgegen Dützen ausfallen.

Bad Salzuflen (VaSt). Es war kein guter Tag für den SC Bad Salzuflen. Im Spiel gegen den TuS Tengern 2 mussten die Badestädter einem 1:3-Rückstand hinterherlaufen und schafften es am Ende nur mit Mühe und Not auf ein 3:3.

Eigentlich standen die Vorzeichen gut für den SC. Bei herrlichem Wetter konnte das Team von Trainer Stefan Braunschweig als Favorit in die Partie gehen. Doch das Spiel wollte nicht so laufen, wie man das in Salzuflen gerne gesehen hätte. Bereits in der achten Spielminute gingen die Gastgeber durch Florian Hartmann mit 1:0 in Führung. Dem SC gelang es auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nicht das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. In der 34. Minute konnte die SC-Verteidigung zunächst, nach chaotischen Zuständen, im Strafraum klären, doch Tengerns Robin Schnake stand bereit und versenkte den Ball direkt aus der zweiten Reihe.
In der 40. Minute war es dann Salzuflens Nico Zünd, der per Kopf zum 1:2 traf und den Anschluss seiner Mannschaft aufrechterhielt. Doch auch das brachte zunächst keine Wende im Spiel. In der 45. Minute konnte Florian Hartmann sogar noch auf 3:1 für Tengern erhöhen und damit den Halbzeitstand markieren. „Da liegst du plötzlich 1:3 hinten gegen eine Truppe, die auch kein hohes Niveau hatte. Das war wirklich Not gegen Elend am Sonntag. Das war nicht schön anzugucken“, kommentierte Salzuflens Trainer Stefan Braunschweig die Leistung seiner Mannschaft.

Auch nach dem Wechsel ging es nicht wesentlich besser weiter für den SC Bad Salzuflen. Zwar konnte Nico Zünd ein Doppelpack schnüren und in der 57. Spielminute auf 2:3 verkürzen. Die größeren Chancen und Spielanteile hatte weiter Tengern. Trotzdem konnte der SC in der 87. Minute noch durch Jan Linnenbrügger ausgleichen und sich einen Punkt aus der Partie sichern. Trauriger Höhepunkt für den SC war der Platzverweise von Edgar Müller in der 94. Minute dessen schnell ausgeführten Einwurf einen Gegenspieler im Gesicht erwischte.

„Von allen Tugenden, die wir eigentlich an den Tag legen müssen, läuferisch und kämpferisch, war einfach nichts da. Das war eine Katastrophe. Wenn wir da sechs Stücke kriegen, darf sich auch keiner beschweren. Wir haben im Prinzip nur drei Mal aufs Tor geschossen und drei Dinger gemacht“, resümierte Stefan Braunschweig die Partie.

 

 

Der nächste Spieltag:

„Himmelfahrtskommando“

 

Am kommenden Sonntag muss der SC Bad Salzuflen gegen den FT Dützen antreten. Dützen steht derzeit mit 37 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Keine leichte Aufgabe für die angeschlagenen Salzuflener. „Wir müssen jetzt wirklich nach jedem Strohhalm greifen, aber wenn wir weiter so auftreten, wird das ein Himmelsfahrtkommando. Wir haben vielleicht bisher schon stark am Limit gespielt und kommen vielleicht jetzt wirklich an unsere Grenzen. Wir brauchen jetzt Fingerspitzengefühl im Training“, gibt Stefan Braunschweig einen wenig positiv gestimmten Blick in die Zukunft. Momentan kann der SC-Trainer nicht einmal auf den kompletten Kader zurückgreifen, der ohnehin schon dünn besetzt ist. Murat Memis hat Leistenprobleme und Edgar Müller ist rot gesperrt.

Der insider Tipp: Es ist immer noch der Wurm drin, beim SC Bad Salzuflen. Gegen den FT Dützen müssen die Badestädter einiges aufbieten um einen Punkt holen zu können. Dützen geht als klarer Favorit in die Partie und wird sicher keine Punkte leichtfertig herschenken.