Sennelager. Es ist offenbar schwer, aus einem negativen Lauf wieder herauszukommen. So eindeutig, wie das Ergebnis aussieht, war es nicht, denn der FC vergab wiederum mehr als ein halbes Dutzend guter Torchancen, während Sennelager allein drei Mal nach Eckbällen zum Torerfolg kam. Am Ende mussten sich die lippischen Gäste mit 4:0 geschlagen geben.

Vor allem nach Eckbällen war im FC-Strafraum stets Gefahr im Verzug.

Wenn man unten drinsteht, ist das Glück gefühlt dann auch noch ungleich verteilt.  Kennzeichnend z.B. die erste Hälfte der zweiten Halbzeit: Nach dem 0:2 Pausenrückstand waren die FC-Frauen eigentlich am Drücker, die Hereinnahme von Marina Niemeier auf die 6er-Position und der damit mögliche Einsatz von Janina Thermann auf die Außenbahn brachten frischen Schwung in die Offensivbemühungen des FC.  Allein drei Mal tauchte Lara Richts innerhalb von 15 Minuten allein vor dem gegnerischen Tor auf, konnte den Ball aber nicht an der gegnerischen Torfrau vorbeibringen. Quasi im Gegenzug gelang dafür Sennelager das 3:0 mit einem Glückstreffer fast von der Außenlinie ins lange Eck. So gelingt auf der einen Seite nichts, während dem Gegner auch noch das Glück hinterher zu laufen scheint.

Unverdient ist der Sieg von Sennelager dennoch nicht. Die Mannschaft hatte im Schnitt ein läuferisches Übergewicht, ging energischer zum Ball und bot sich mehr in den freien Räumen an.

Das gab es beim FC Donop-Voßheide auch schon alles zu sehen. Aber wahrscheinlich schwindet nach einer Kette von Misserfolgen wohl auch das Selbstvertrauen und die Selbstverständlichkeit, aktiver den Ball zu fordern und das Spiel in die eigene Hand zu nehmen. Und für einige der jungen Spielerinnen ist der Sprung in den Landesligabetrieb sicherlich noch ein Stück zu groß. Da wird man ihnen die notwendige Zeit geben müssen.

Am kommenden Sonntag um 13.00 Uhr erwarten die FC-Frauen in Voßheide den Tabellenführer aus Werther, der bisher eine makellose Bilanz aufweist. Ob es dabei zu einer ähnlichen Überraschung kommt wie beim Spiel Bochum gegen Union Berlin ist eher unwahrscheinlich. Aber hergeschenkt werden soll natürlich auch nichts.