Singh: Platz 11 bei der DM

Gelungenes Comeback von Desiree Singh, die bei der DM in Nürnberg 4 Meter übersprang. Foto: Danny Schott

Nürnberg/Detmold. Die lippische Stabhochspringerin Desiree Singh hatte sich für die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg qualifiziert, die am vergangenen Wochenende über die Bühne gingen. Die mittlerweile 23-Jährige und Mutter zweier Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren hatte auf ihrer Heimatanlage in Horn die geforderte Qualifikationshöhe von 4,20m übersprungen und sich so für die DM qualifiziert.

Desiree Singh übersprang in Nürnberg 4 Meter und belegte damit den elften Platz in einer Konkurrenz von 13 Springerinnen. Singh scheiterte beim ersten Versuch an 4 Metern, schaffte die Höhe aber im zweiten Versuch. Über 4,15 Meter verbuchte Singh dann aber leider drei Fehlversuche und schied aus der Konkurrenz aus. Es siegte die Mannheimerin Jacqueline Otchere vor Stefanie Dauber (Ulm).

 

Mit 4,25m war Singh 2011 U-18 Weltmeisterin geworden und hält bis heute den B-Jugendrekord aus 2011 mit 4,32m.

Nach der Geburt ihrer Tochter Emma im August 2012 erreichte sie 4,40m und bewies damit, dass die Sportkarriere noch nicht vorbei ist. Nach einer Sportverletzung Anfang 2015 und der Geburt ihres Sohnes Ben im April 2016 startete Singh erneut ein Comeback und erreichte im Sommer 2017 bei den deutschen Meisterschaften den 8. Platz mit übersprungenen 4,25m.

Desiree Singh macht seit 2016 eine Ausbildung beim Kreis Lippe, die sie in Teilzeit absolvieren kann. “So kann ich Arbeit, Familie und Sport gut unter einen Hut bekommen” sagt Singh.

 

“Nochmal richtig Gas geben!”

 

“Die letzten Monate waren eine Herausforderung sich auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten, den Kindern gerecht zu werden und dazu noch 6 Trainingseinheiten die Woche zu absolvieren hat viel Organisation benötigt. Das hat mich sehr geschlaucht, weshalb die Wintersaison und auch die Sommersaison leider nicht so ausgefallen sind, wie ich es mir ursprünglich erhofft habe. Aber jetzt ist die Ausbildung abgeschlossen und damit ein unheimlich wichtiger Grundstein für die Zukunft gelegt. Ab August kürze ich meine Arbeitszeit auf 21 Stunden. Ich will im Sport nochmal so richtig Gas geben und strebe nationale und internationale Wettkämpfe an,” so eine sichtlich zufriedene Singh nach Ihrem erfolgreichen Comeback!