RSV will die neue Saison mit einem einstelligen Tabellenplatz abschließen

Barbarito geht in sein letztes Jahr

Barntrup (ruko). Mit dem Ziel einen einstelliger Tabellenplatz zu erreichen, geht Fußball-Bezirksligist RSV Barntrup in die neue Serie, wo sich die „Roten Teufel“ auf eine Vielzahl von Lipperderbys freuen.

Mit einem 23 Mann starken Kader wird der RSV Barntrup in die neue Serie gehen. Unten v. Links: Tobias Normann, Till Kamp, Bengt Pyka, Robin Dik, Tim Sölter und Oliver Sölter. Mitte v. Links: Trainer Daniel Barbarito, Martin Rethmeier, Niklas Rogall, Patrick Brinkmann, Niklas Meier, Tim Jokers, Lennart Schünemann, Daniel Wall und Athletiktrainer Michael Müller. Oben v. Links: Jan Malte Opitz, Philipp Sölter, Dennis D’Andrea, Jan Hoffmann, Kevin Tschernjawskij, Dennis Meier und Leon Baumeister. Es fehlen: Jonas Meise, Jakob Funk, Johannes Lindemeyer, Florian Bobe und Betreuer Lukas Schlingmann.

„Vorrangig geht es aber auch darum, die Mannschaft spielerisch weiterzuentwickeln, gerade die jungen Neuzugänge zu einer festen Größe beim RSV zu integrieren“, ergänzt RSV-Coach Daniel Barbarito das Saisonziel.

Barbarito muss fünf Neuzugänge in seinen 23 Mann starken Kader integrieren. Zum einen wäre da Daniel Wall, der 4 – 5 Jahre kein Fußball gespielt hat. Nach der Vorbereitung wird sich Barbarito mit ihm zusammensetzen, klären ob sein Weg weiter bei der Ersten fortgeführt wird oder bei der 2. Mannschaft weiter geht. Tim Jokers kommt aus der eigenen A-Jugend, kann auch noch ein Jahr dort spielen. Er wurde freigemacht und besitzt großes Potential. Kann Sturm sowie Linksaußen spielen. Niklas Rogall kommt aus der A-Jugend SG Extertal. Er hat dort im Jugendbereich eine sehr gute Ausbildung genossen, war zudem mehrere Jahre beim TBV Lemgo und SC Paderborn aktiv. Rogall ist 18 Jahre jung und wird voraussichtlich im defensiven Mittelfeld seine Heimat beim RSV finden. Niklas Meier kommt aus der A- Jugend vom VfL Bückeburg und hat dort in der Niedersachsenliga gespielt (vergleichbar in NRW mit der Westfalenliga). Könnte auch noch A-Jugend spielen, wurde somit freigemacht – Stürmer. Jan Malte Opitz hat die letzten Jahre aufgrund seines Studiums in Münster kaum Fußball gespielt, ist aber beheimatet gewesen bei der SG Extertal. „Er hat mich beim Probetraining voll überzeugt und wird uns auf Anhieb weiterhelfen. Jan ist über den rechten Flügel einsetzbar, offensiv wie defensiv“, freut sich Barbarito auf den Neuzugang.

Den Neuzugängen stehen vier „Abgänge“ gegenüber. Ole Dobrileit: Karriereende, bzw. Pause. Kevin Elsner steht beruflich bedingt nur noch der 2. Mannschaft zur Verfügung. Bei Bedarf kann Barbarito aber auf ihn bauen. Christian Franz laboriert immer noch an seinem Kreuzbandriss. Wenn er fit ist steht wieder zur Verfügung. Jannik Schalofsky hat sein Karriere nachdem dritten Kreuzbandriss beendet. „Ein schmerzhafter Verlust für uns. Ich versuche ihn mit anderen Aufgaben in die Mannschaft zu integrieren“, so Barbarito.

„Physis
unsere Stärke!“

Als Stärken seines Teams macht Barbarito in erster Linie die Physis aus: „Meine Mannschaft ist eine körperlich robuste Truppe, die über den Kampf kommt. Spielerisch sind wir sicherlich nicht unter den TOP Mannschaften, dafür sind wir aber in der Lage mit Kampf und Laufbereitschaft jederzeit dagegen zu halten. Spielerisch müssen wir allerdings noch dazulernen. Bedeutet: Ich möchte Situationen spielerisch lösen und dafür auch immer 2 – 3 Lösungsoptionen haben. Dafür müssen alle permanent in Bewegung sein, mit und ohne Ball. Das Arbeiten gegen den Ball gilt es zu optimieren. Das hat letzte Saison ganz gut funktioniert. Da sind wir aber noch nicht da, wo ich meine Mannschaft sehe und was sie leisten kann. Dementsprechend müssen wir an unserem Pressing weiter arbeiten. Ein Prozess, der sich über die gesamte Saison erstreckt“.

Die Neuzugänge der Barntruper: Von links: Daniel Wall, Niklas Rogall, Jan Malte Opitz, Niklas Meier und Tim Jokers. Hinten Coach Daniel Barbarito.

Wo sieht Barbarito den RSV in drei Jahren? „Schwer zu sagen, da es definitiv mein letztes Jahr beim RSV sein wird. Ich möchte die jungen Neuzugänge integrieren, sodass sie in den nächsten Jahren nicht mehr wegzudenken sind und sich eine neue Generation beim RSV entwickelt. Gelingt dies und schafft man es, den Kader über die nächsten Jahre mit frischen Blut zu verstärken, sehe ich auf Dauer einen gesicherten Mittelfeldplatz“.

Einen klaren Titelfavoriten macht Barbarito in der Liga nicht aus: „Durch den Wegfall der Paderborner Mannschaften hat die Liga sicherlich an Qualität verloren, ist gleichzeitig aber ausgeglichener geworden. Somit kann ich keinen echten Favoriten benennen. Chancen räume ich aber TBV Lemgo, TSV Oerlinghausen und Dringenberg ein“.

Die insider-Prognose: Mit dem Abstiegskampf sollte der RSV in der anstehenden Saison weniger zu tun haben. Das Saisonziel dürfte realistisch gesteckt sein. Durch den Wegfall von Kevin Elsner dürfte der RSV allerdings an Schlagkraft in der Offensive verloren haben. Diese Lücke sollen unter anderem die jungen Neuzugänge Rogall und Jokers schließen. In kämpferischer Hinsicht ist der RSV traditionell stark. Kann Barbarito seine Jungs noch in spielerischer Hinsicht verbessern, und das strebt er an, werden die „Roten Teufel“ eine gute Klinge in der Liga schlagen.