Bildquelle: Max Grote/maxgrote.deAugustdorf. Dass jede Serie einmal reißt, ist klar. Dem Team HandbALL passierte das am Samstagabend beim Derby gegen den TuS Spenge. Mit 29:37 unterlagen die Lipper am Ende zwar leicht zu deutlich, doch für einen Sieg kam das Team von Björn Piontek aufgrund der zweiten Halbzeit nicht in Frage. „In der zweiten Halbzeit haben sie uns die Grenzen aufgezeigt, aber da machen wir ganz schnell einen Haken dran“, so der THL-Coach nach der Partie. Zuvor siegten die Lipper in sechs Spielen in Folge.
Dabei schien es gut anzugehen für die Gastgeber aus dem Lipperland. Schnell fanden die Jungs um Marco Bilanzola, der vor dem Derby seinen Vertrag bis 2028 verlängert hat, ins Spiel, legten vor und bauten beim 11:7 und 13:9 den Vorsprung auf je vier Treffer aus. Der TuS Spenge, der verletzungsbedingt kurzfristig auf Gordon Gräfe verzichten musste, fand ohne seinen etatmäßigen Innenblocker in der Abwehr zunächst nur wenig Zugriff.
Die THL-Jungs schafften es immer wieder, sich klare Chancen zu erspielen, leider landeten nicht alle im Netz, so dass die zwischenzeitliche Führung auch gut und gerne etwas deutlicher hätte ausfällen können. Das Team HandbALL probierte es in Folge mit vier Rückraumspielern, ein System, dass bei vielen Mannschaften immer öfter Einzug findet. Doch damit hatten die Piontek-Sieben wenig Erfolg.
Zu viele einfache Ballverluste führten dazu, dass Spenge recht schnell wieder ausgleichen konnte und auch seinerseits vorlegen konnte. Ein Lauf mit 1:6 aus Sicht der Lipper brachte den Gästen die erste Führung des Abends (14:15, 26. Minute). Ein weiterer Treffer für Spenge brachte den ersten Rückstand mit zwei Toren. Das Team HandbALL blieb aber dran und konnte mit einem sehenswerten Treffer wenige Sekunden vor der Pause zum 17:17 ausgleichen.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit legten die Gäste aus Spenge dann kontinuierlich vor und es zeichnete sich ab, dass für das Team HandbALL an diesem Samstag am Ende wenig zu holen sein würde. Zu viele Fehler unterliefen den Jungs aus Lippe, so dass sie am Ende den Vierten der Liga den Vortritt lassen mussten. „Glückwunsch an Spenge zum verdienten Derby-Sieg“, so Piontek nach der Partie. „Am Ende war es sicherlich etwas zu hoch, aber das nehme ich auf meine Kappe. Ich habe in der Auszeit gesagt, dass wir noch etwas probieren wollen, das ging dann nach hinten los.“
„Dass so eine abgezockte Truppe wie Spenge uns dann mal hopps nimmt und die Grenzen aufzeigt, das gehört dann auch dazu. Da machen wir ganz schnell einen Haken dran und in zwei Wochen geht es weiter“, wollte der THL-Coach lieber nochmal über die vergangene Zeit sprechen: „Ich möchte viel lieber nochmal herausstellen, dass die Jungs in den letzten drei Monaten unfassbar gut performt haben, dass wir 12 Punkte in Folge geholt haben und mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Es gibt wichtigere Dinge und die haben wir in den Wochen davor gemacht. Es geht weiter und jetzt haben wir keinen Stress mehr“, so Piontek abschließend.
Team HandbALL: Heine, Borreck, Stypinski, Herseklioglu 2, Byczek, Kracht 3, Carstensen 2, Sundermann, Bröhl 2, Puls 2, Bakker, Bilanzola 4, Kehrmann 4, Hansen 6/3, Rahmlow 4.
Textquelle: Team HandbALL




