Lemgo (ruko). Was für ein Wahnsinnsspiel wurde den Zuschauer auf dem Lemgoer Jahnplatz zwischen dem heimischen TBV und der SF DJK Mastbruch geboten, in dem sich die Gastgeber schon so gut wie auf der Verliererstraße befanden, führte Mastbruch doch bis zwei Minuten in der Nachspielzeit mit 2:1-Toren. Der TBV legte dann aber innerhalb von zwei Minuten einen fulminanten Schlussspurt hin, erzielte noch zwei Tore und durfte sich über den vierten Sieg in dieser Saison freuen, der die Hansestädter auf Platz drei in der Tabelle katapultiert.

Der Last-Minute-Sieg des TBV zweifelslos verdient. Die Recken von Andreas Wiens fanden sehr gut in die Partie, hätten schon nach 20 Minuten in Führung gehen können, als der Ball nur an die Latte des Gästetores klatschte. Lemgo weiter spielbestimmend, doch die vorgetragenen Aktionen nach vorne zu oft zu unsauber ausgespielt. In der 39. Minute dann die erste gefährliche Aktion der Gäste, die damit endete, das Lemgos Sahin der Ball vom Knie an die Hand sprang und der Schiri auf Elfmeter entschied, den Brinkmann eiskalt setzte.
Lemgo drückte in Hälfte zwei auf den Ausgleich und der gelang. Ayena traf auf Vorlage des wieder überragend agierenden Felix Lang aus spitzem Winkel zum 1:1 (64.). Doch nur sieben Minuten später war der Gast nach einen seiner seltenen Konter erfolgreich, den Brinkmann zur erneuten Führung für DJK nutzen konnte. Lemgo zog nun ein richtiges Powerplay auf, doch die Minuten schmälzten dahin wie der Schnee in der Sonne und erst in der Nachspielzeit fiel der erlösende und überaus verdiente Ausgleich den Felix Lang markierte (90.+2). Damit nicht genug, nur eine Minute später war der TBV mit seiner letzten Aktion erneut erfolgreich. Nach feinem Doppelpass zwischen Lang und Haupt traf Rudkoski zum Lemgoer Siegtreffer und der Jahnplatz versank in einer Jubelorgie.
„Das war heute schon der absolute Wahnsinn und selten hatte ich nach einem Spiel solche Emotionen wie nach diesem. Auch wenn der Sieg erst in den letzten Sekunden des Spiels zustande kam, war dieser völlig verdient“, freut sich TBV-Trainer Andreas Wiens.
Der nächste Spieltag:
„Gehen ohne Druck in das Spiel!“
Am kommenden Sonntag ist der TBV beim Tabellenneunten SV Heide Paderborn zu Gast, der sein letztes Spiel gegen Ligaprimus Delbrück hoch mit 0:5 verloren hat und sicherlich mit Wut in das Heimspiel gegen die Lemgoer gehen wird. „Heide hat einen guten Kader, der mit vielen Landesligaerfahrenen Akteuren gespickt ist. Wir können aber ohne Druck in dieses Match gehen und vollen den Schwung aus dem Spiel gegen Mastbruch mitnehmen“, so Andreas Wiens, der bis auf seine Langzeitverletzten alle Mann an Deck hat.
Der insider-Tipp: Lemgo wird in Paderborn zumindest punkten.




