Stolle erleidet Außenbandverletzung

Sorge um Alicia Stolle, die sich im Spiel in Metzingen nach 20 Minuten am Knöchel verletzte.

Metzingen (ruko). So langsam wird es unheimlich mit der Erfolgsserie der HSG Blomberg Lippe, die, nachdem sie schon 18:2-Punkte in Folge einsacken konnte, jetzt auch beim Topteam des TuS Metzingen zwei Punkte entführen konnte. Die HSG gewann dort sensationell mit 25:27-Toren, obwohl Rodrigues und Kordovskà kurzfristig erkrankt waren und Alicia Stolle schon nach 20 Minuten nicht weiter spielen konnte, weil sie sich am Sprunggelenk verletzt hat.

Durch die Ausfälle von Kordovskà und Stolle musste HSG-Coach André Fuhr auf seine etatmäßige Innenverteidigung verzichten. Dennoch, die HSG, die zur Pause zwar mit 11:15 hinten lag, verkaufte sich in den ersten 30 Minuten des Spiels nicht schlechter als der TuS. Allerdings machte Fuhr im Bezug auf die Chancenverwertung einige Defizite in seinem Team aus.

Fuhr sprach dieses Manko in der Pause deutlich an und seine Girls erhörten seine Worte, legten plötzlich einen 8:1-Lauf hin. Metzingen nun sichtlich nervös, schon fast panikartig versuchten die Gastgeberinnen den Rückstand aufzuholen, doch es sollte nicht gelingen. Blomberg sackte, sicherlich nicht unbedingt erwartet, beide Punkte in diesem Match ein. „Heute haben wir zwei dicke Bonuspunkte einsammeln können. Kompliment an mein Team, das unsere Ausfälle blenden kompensieren konnte. Ich denke, Metzingen hat uns gerade im zweiten Spielabschnitt unterschätzt und hat so seinen Teil dazu beigetragen, und das ist nötig wenn man hier gewinnen will, dass wir erfolgreich waren“, so ein überglücklicher André Fuhr.

 

Geht auch was in Bad Langensalza?

 

Am kommenden Wochenende pausiert die HSG in der Bundesliga, wird am Mittwoch, 14. März, dann auf den wohl dicksten Brocken in der Liga treffen. Um 19.30 Uhr sind die seit 660 Minuten ungeschlagenen Lipperinnen beim designierten Meister Thüringer HC in Bad Langensalza zu Gast, der lediglich in dieser Serie einmal patzte, überraschend mit 27:30 bei den Bad Wildungen Vipers verlor. Schon vor der Saison tippte André Fuhr, dass die Ostdeutschen am Ende ganz oben in der Tabelle stehen würden. „Der HC spielt, bis auf den Patzer gegen die Vipers, eine beeindruckende Saison, agiert trotz Champions-League und Ausfällen wahnsinnig konstant. Dort erwartet uns eine mehr als schwere Aufgabe. Am Mittwoch spielt der erste der Tabelle gegen den vierten, also ein Spitzenspiel. Da bekomme ich Gänsehaut, dass wir es in dieser Saison schon so weit gebracht haben“, so Fuhr mit berechtigtem Stolz. Verzichten muss der Blomberger Übungsleiter dabei auf Alicia Stolle, die sich eine Teilruptur aller drei Außenbänder im Fuß zugezogen hat und nun einige Wochen ausfallen wird. Fakt ist, dass die HSG in diesem Match wohl so befreit wie nie aufspielen kann, sie hat absolut nichts zu verlieren und vielleicht gelingt dem zur Zeit furios aufspielenden HSG-Team eine erneute Überraschung.

HSG: Laura Rüffieux (5), Gisa Klaunig (6), Franziska Müller (1), Tess van Buren (1), Tessa van Zijl (1), Kathrin Pichlmeier (6), Angela Steenbakkers (1), Alicia Stolle (3), Silje Brøns Petersen (3/3).