Steffen-Crew hat keinen Abgang zu verzeichnen

Lemgo/Lüerdissen (ruko). Der VfL Lüerdissen dürfte mit einem sehr eingespielten Team in die neue Serie in der Liga A gehen. Nicht einen Abgang hat der 21 Mann starke Kader von Coach Tim Steffen zu verzeichnen.

Von links: Sebastian Lehmeier (Co-Trainer), die Lüerdisser Neuzugänge Keith und Darvin Dreymann sowie Tim Steffen (Spielertrainer).

Zudem muss der Lüerdisser Trainer lediglich zwei Neuzugänge in sein Team einbauen. Die Zwillinge Darvin und Keith Drymann, die vom TBV Lemgo kommen und im Mittelfeld beheimatet sind, haben sich den Lemgoer Vorstädtern angeschlossen, die als Saisonziel einen Platz unter den ersten fünf ausgegeben haben. Der VfL, der in der vergangenen Saison auf Platz vier abgeschlossen hat, dürfte sicherlich wieder mit zu den Teams zählen, die in der Liga oben mitspielen werden. Als Favoriten auf den Titel in der Liga macht das Lüerdisser Lager in erster Linie die Mannschaften aus Leopoldshöhe, Ahmsen, Ben/Ho und dem SV Werl-Aspe aus. „Den absoluten Titelfavoriten, wie in den letzten Jahren, gibt es wahrscheinlich nicht. Wir wollen für uns auf jeden Fall versuchen, mit dem nötigen Ehrgeiz, einer gewissen Portion Gelassenheit und Spaß wieder eine gute Saison zu spielen. Vielleicht gelingt es uns wieder oben mitzuspielen. Platz 4 aus der letzten Saison war absolut in Ordnung“ so Lüerdissens Sportlicher Leiter Willi Wollbrink, der den Zusammenhalt und die Erfahrung des Teams als eine der großen Stärken der Mannschaft ansieht: „Diese beiden Attribute sind sicher die entscheidenden Faktoren. Dass Team ist sehr gut eingespielt, kann auch mit Rückschlägen umgehen und die Kombination Mannschaft / Trainer passt hervorragend, was sicherlich alles Gründe sind, warum alle dem Verein treu geblieben sind. Dazu kommt, dass Tim Steffen es immer wieder schafft, neue Reize zu setzen in der Spielanlage und Taktik“, so Wollbrink weiter, der allerdings auch Defizite in der VfL-Truppe ausmacht: „Meiner Meinung nach wollen wir manchmal zu viel erzwingen, ein, zweimal in der letzten Saison hätte man einfach das Unentschieden mitnehmen sollen, anstatt voll auf Sieg zu spielen. Die Kontersituationen müssen, denke ich, hin und wieder besser verteidigt werden“.

„Es wird immer schwieriger!“

Die Zukunft der sogenannten „Dorfvereine“ sieht Wollbrink wie viele seiner Kollegen skeptisch. „Ich weiß nicht, wie lange es uns noch gelingt ohne eigenen Nachwuchs im B- und A-Jugend Bereich alleine fortzubestehen. Es wird immer schwieriger, Spieler für die Dorfvereine zu gewinnen. Viele junge Spieler wollen z.B. nur auf einem Kunstrasen trainieren und spielen. Da sind wir mit einem Rasenplatz oft hinten dran. Eine Situation wie im Kreis Detmold, wo fast jeder Verein einen Kunstrasen zur Verfügung hat, würde ich mir auch in unserem Kreis wünschen. Wir müssen schauen, dass wir den Zeitpunkt nicht verpassen, andere Wege einzuschlagen und die Weichen im Verein so stellen, dass in Lüerdissen auch in Zukunft weiterhin Fußball gespielt wird“, so ein nachdenklicher Lüerdisser Sportlicher Leiter.

Die insider-Prognose:

Ganz klar, die Lüerdisser werden, vorausgesetzt ist natürlich ein guter Start in die Saison, auch in dieser Serie oben mitspielen. Tim Steffen verfügt über ein erfahrenes, eingespieltes Team, dass sicherlich das Zeug hat einen Platz unter den ersten drei der Tabelle zu belegen. Bleiben die Lüerdisser zudem vom Verletzungspech verschont und Steffen gelingt es an den richtigen Stellschrauben zu drehen, wird der VfL mit um den Titel spielen.

Wollbrinks WM-Tipp:

Weltmeister können dieses Jahr vielleicht Brasilien, Frankreich oder die Niederlande werden. Deutschland, so denke ich, könnte mit etwas Glück das Viertelfinale oder auch das Halbfinale erreichen.