Lemgo (ruko). Auch in dieser Saison, wie auch schon in der letzten, dürfte der TBV Lemgo weit unter seinen Erwartungen zurückgeblieben sein. Die Lemgoer, die eigentlich in dieser Spielzeit viel weiter oben mitspielen wollen, haben zur Zeit nur Platz zehn in der Tabelle inne und nur fünf Punkte trennen die Hansestädter vom ersten Abstiegsrang.

„Eigentlich hat mein Team die Qualität viel weiter oben mitzuspielen. Meine Truppe ist auch in der Lage gegen jeder Mannschaft in der Liga mitzuhalten, das hat sie in den Spielen gegen Wellensiek oder Steinhagen bewiesen. Ich denke, dass ganze ist eine Kopfsache. Ich hoffe, wir bekommen dieses Manko jetzt in den Griff und sind nun in der Rückrunde zu konstanten Leistungen fähig, auch wenn ich weiß, dass bei vielen meiner jungen Spieler einige Dinge mitschwingen, die hier im Verein in letzter Zeit nicht so optimal gelaufen sind. Ziel bleibt es am Ende einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen“, so TBV-Trainer Ilker Siviloglu. Eins dürften Ilker Siviloglu und sein Co Dennis Dinkelborg aber schon jetzt als Erfolg für sich verbuchen. Das Team des TBV Lemgo scheint, und das trotz diverser Komplikation, weiter zusammenzuhalten. Bisher, und Siviloglu geht davon aus, hat nur ein Spieler den Klub zur Winterpause verlassen. Süheyl Bal hat sich in Richtung Hicret Bielefeld verabschiedet. Zwischenzeitlich hatte sich auch Salem Özmen vom Verein abgemeldet, doch die Abmeldung zog Özmen dann wieder zurück.
„In finanzieller Hinsicht keinen großen Aufwand
mehr betreiben!“
Wie sich das Team des TBV Lemgo in der kommenden Serie zusammensetzen wird, steht zur Zeit mehr als nur in den Sternen. Das weiß auch Lemgos 2. Vorsitzender Mathias Hildebrand: „Sicherlich, davon gehen wir aus, wird es in der kommenden Saison große personelle Veränderungen im Team geben. Wer von unseren Spielern bleiben wird, ist zurzeit nicht klar, darüber wird gesprochen werden. Klar ist aber, dass wir in finanzieller Hinsicht keinen großen Aufwand mehr betreiben können und werden. Es wechseln einige talentierte Jugendliche in den Seniorenbereich. Man wird sehen, wie wir diese Spieler dann in die Mannschaften einbauen werden“, weiß Hildebrand. Ob der TBV Lemgo in Zukunft weiter auf sein Trainergespann Siviloglu/Dinkelborg bauen kann, dürfte ebenfalls sehr fraglich sein. Schon seit fünf Jahren nimmt sich Sivilglu vor, eine Pause im Fußballgeschäft einzulegen. „Entschieden ist noch gar nichts, doch es könnte sein, dass ich nach dieser Saison, das würde meine Familie sehr freuen, zumindest eine einjährige Pause einlegen werde“, so Sivgiloglu zu diesem Thema.
Vorstands wahlen in diesem Jahr
- Vorsitzender der Lemgoer Fußball-Abteilung ist weiterhin Ediz Türkmen, der allerdings nicht mehr allzu oft beim Vereinsleben der Lemgoer anzutreffen ist und sich bisher beim TBV-Vorstand über seine weiteren Zukunftspläne noch nicht geäußert hat, was nicht gerade zur Planungssicherheit für die Lemgoer beiträgt. Fakt ist, dass Türkmen bis zum Jahr 2019 als 1. Vorsitzender in sein Amt gewählt wurde. In diesem Jahr stehen bei der JHV Neuwahlen an. Man darf gespannt sein, welche Person oder welche Personen dann für den Vorsitz der Lemgoer Fußball-Abteilung kandidieren werden.
Die Prognose: Ohne Zweifel, die Mannschaft des TBV Lemgo hat große individuelle Qualität, die allerdings konstant abgerufen werden muss. Das ist in der Hinrunde nur teilweise gelungen. Ob dies nun in der Rückrunde gelingen wird, dürfte viel davon abhängen, ob es dem Trainergespann Siviloglu/Dinkelborg gelingt ihr Team für die kommenden Aufgaben optimal zu motivieren, denn man kann davon ausgehen, dass sich die meisten Spieler der Lemgoer nach dieser Saison von den Hansestädtern verabschieden werden. Dass dies dennoch gelingt, ist dem erfahrenen Siviloglu durchaus zuzutrauen, der mit dafür gekämpft hat, dass die Mannschaft zumindest dieses Saison durchzieht. Die Lemgoer werden mit dem Abstieg wohl am Ende weniger zu tun haben, keiner der Spieler möchte einen Abstieg in die Liga A in seiner Vita verbucht haben. Der angestrebte einstellige Tabellenplatz sollte und muss für dieses Team im Bereich des Möglichen sein.


