TBV am Sonntag in Hüttenberg

Aller Voraussicht nach wird auch Kreisläufer Christoph Theuerkauf am Sonntag wieder aktiv in das Geschehen eingreifen können.

Lemgo. Trotz des deutlichen Abstands in Platzierung und Punktekonto erwartet den TBV Lemgo am Sonntag beim Tabellenletzten TV 05/07 Hüttenberg ein sehr schweres Auswärtsspiel. Die Hessen stecken mitten im Abstiegskampf und werden versuchen, möglichst viele Punkte aus den verbleibenden vier Spielen, davon drei in eigener Halle, einzusammeln und das rettende Ufer doch noch zu erreichen.

„Es wird ein Kampf auf Biegen und Brechen“, darin ist man sich in Lemgo einig, kennt man selbst doch eine vergleichbare Situation wie die der Gastgeber noch aus dem letzten Jahr. „Wir wissen um die Bedeutung des Spiels für Hüttenberg im Abstiegskampf“, so TBV-Trainer Florian Kehrmann, „aber wir werden natürlich – wie in der gesamten Saison – nur auf uns schauen, keine Geschenke an andere Mannschaften verteilen und alles dafür tun, als Sieger vom Platz zu gehen.“

Zur Vorbereitung auf das Spiel blieben den Lippern wegen des DHB-Pokalfinales mehr als zwei Wochen Zeit und damit auch Zeit für Erholung, Regeneration und das Auskurieren von kleineren Verletzungen, so dass aller Voraussicht nach auch Kreisläufer Christoph Theuerkauf am Sonntag wieder aktiv in das Geschehen eingreifen kann. Einzig Torhüter Piotr Wyszomirski musste in den letzten Tagen wegen eines Infekts unfreiwillig passen und das Bett hüten, wird aber vermutlich am Sonntag zum Einsatz kommen können. Da auch sein Pendant Peter Johannesson mit seiner Ellbogenverletzung bekanntermaßen bis zum Saisonende ausfällt, musste Kehrmann in der Spielvorbereitung wieder auf die Youngsters zurückgreifen.

„In der Vorbereitung auf das Spiel gegen Hüttenberg mussten wir uns taktisch auf ein ganz anderes Spielsystem einstellen als noch gegen Göppingen. Wir werden in Hüttenberg auf eine flexible und aggressive 3:2:1-Deckung treffen, die sehr körperbetont arbeitet und den Gegner stark unter Druck setzt“, meint Kehrmann, dessen Angreifer taktisch gute Lösungen gegen die robusten Hüttenberger finden müssen. Wie robust, lässt sich schon an der Strafzeiten-Statistik der HBL ablesen, findet man doch unter den Top25 mit Lambrecht, Rompf, Fernandes und Zörb gleich vier Hüttenberger Spieler.

Für Kehrmann, der ebenso wie sein Hüttenberger Pendant Emir Kurtagic in der ersten Mai-Woche am EHF-Mastercoach-Lehrgang teilgenommen hat, lag der Fokus in der Spielvorbereitung aber auch auf der eigenen Abwehr. „Man sieht mittlerweile, wie wichtig Isaias Guardiola neben der Position auf Halbrechts auch für den Innenblock geworden ist und dass wir so jetzt noch flexibler agieren können als noch zu Beginn der Saison“, kann er dann auch erfreut notieren.

Die Mannschaft macht sich am Sonntagmorgen auf den Weg nach Gießen, gefolgt von einem voll besetzten Fanbus mit mehr als 40 Fans, die ihre Mannschaft in der kleinen Sporthalle Gießen-Ost lautstark anfeuern und unterstützen werden.

Das Spiel wird geleitet von den beiden Unparteiischen Martin Thone und Marijo Zupanovic, die Spielleitung hat Thomas Zacharias. Sky überträgt das Spiel mit Vorberichten live ab 12.00 Uhr.