TBV: Lange mitgehalten

Das Team des TBV Lemgo Lippe konnte lange Zeit gegen die Zebras mithalten. Am Ende musste der TBV dann aber doch in eine 24:28-Niederlage einwilligen.

Kiel. Auf den TBV Lemgo Lippe wartete am dritten Spieltag der DKB Handball-Bundesliga das nächste schwere Auswärtsspiel. Der Rekordmeister THW Kiel empfing die Lipperzu ihrem ersten Heimspiel in der Sparkassen-Arena in Kiel. Nachdem sich der TBV in der zweiten Halbzeit immer wieder an ein Tor herankämpfen konnte und das Spiel
lange offen gestalten konnte, mussten sich die Lipper am Ende mit 28:24 geschlagen geben. Beste Torschützen auf Lemgoer Seite waren Dominik Ebner und Donát Bartók mit jeweils sechs Treffern.

Der TBV startete in der Abwehr mit Hübscher und Hornke auf den Außen, Suton und Bartók auf Halb, und van Olphen und Carlsbogård im Mittelblock, im Tor begann Wyszomirski. Im Angriff kam der Wechsel zwischen van Olphen und Theuerkauf. Der THW ging zunächst mit 1:0 in Führung, jedoch konnte der TBV direkt zum 1:1 ausgleichen. Anschließend scheiterte die Lipper jedoch immer wieder an „Andi“ Wolff im Tor der Kieler und konnten erst in der siebten Spielminute auf 4:2 verkürzen. In der neunten Minute hatten die Zebras die Möglichkeit auf 5:2 per Siebenmeter zu erhöhen,scheiterten jedoch an Wyszomirski. Der TBV nutzte seine Chance und konnte durch Hornke den 4:3-Anschlusstreffer erzielen. Beim Zwischenstand von 6:3 zog Kehrmann seine erste grüne Karte, jedoch konnte der THW den Ball der Lemgoer abfangen. Anschließend bekam Bartók in der Abwehr bereits in der zwölften Spielminute seine zweite Zeitstrafe und der THW nutzte die Überzahl, um auf 7:3 zu erhöhen. Für den „angezählten“ Bartók kam Geburtstagskind Dominik Ebner aufs Spielfeld und war im Angriff direkt erfolgreich und erzielte zunächst das 8:4 und kurz danach das 9:5 für den TBV Lemgo Lippe. Zusätzlich kamen van Olphen und Kogut für Suton und Carlsbogård im Angriff. In der 19. Minute schaffte es der TBV durch einen Stemmwurf von Fabian van Olphen auf 10:6 zu verkürzen. Nachdem Hornke zweimal in Folge an Nationalmannschaftskollege Wolff im Kieler Tor scheiterte, bekam er von Kehrmann eine kurze Pause und Bartók übernahm erneut auf Halb und Ebner rutschte auf Außen und konnte Wolff erneut bezwingen und auf 11:7 verkürzen. Nachdem die TBVAbwehr erneut gegen den ehemaligen TBV-Spieler Hendrik Pekeler das Nachsehen hatte, war Kogut schon im nächsten Angriff wieder erfolgreich und erzielte das 13:9, jedoch musste Kogut anschließend mit Schulterschmerzen kurz das Spielfeld verlassen. 51 Sekunden vor der Halbzeit nahm auch THW-Trainer Gislason seine Auszeit, nachdem sich seine Spieler zu viele einfach Fehler im Angriff geleistet haben. Kurz vor der Halbzeit setzte noch einmal Hendrik Pekeler zum Wurf an, scheiterte jedoch an Wyszomirski im Tor. Somit ging der TBV mit einem 14:9-Rückstand in die Kabine.

In Halbzeit zwei wechselte Kehrmann lediglich Theuerkauf gegen Klimek am Kreis und Johannesson übernahm für Wyszomirski im Tor. Der TBV hatte Anwurf und kamwieder gut ins Spiel. Direkt im ersten Angriff waren die Lipper über Bartók zum 14:10 erfolgreich. Beide Mannschaften starteten, genauso wie schon im ersten Durchgang,
mit hohem Tempo ins Spiel. Nach 35 Minuten schaffte es der TBV den Abstand zu den Zebras zunächst per Siebenmeter durch Hübscher und anschließend per Gegenstoß durch Ebner auf 16:12 verkürzen. Nachdem Johannesson im Tor einen Kempa-Trick von Steffen Weinhold abwehren konnte, gelang es den Lippern in der 40. Spielminute auf 19:18 zu verkürzen. Zwei Minuten später zog Alfred Gislason zu seinerzweiten grünen Karte und der THW konnte mit zwei Toren in Folge durch Weinhold mit 21:19 in Führung gehen. Jedoch konnte Johannesson den nächsten Wurf von Rune Dahmke auf Außen parieren. Anschließend nahm auch Kehrmann seine nächste Auszeit. Nachdem Duvnjak nach einem Foul an Kogut eine Zweiminutenstrafe erhielt, verkürzte der TBV erneut auf ein Tor. Der THW nutzte die Auszeit und stellte eine offensivere Abwehr und konnte den Vorsprung erneut auf drei Tore, 24:21, ausbauen. Kehrmann zog anschließend in der 53. Minute seine letzte Auszeit und stellte im Angriff noch einmal um und nahm Johannesson im Angriff aus dem Tor und spielte mit dem siebten Feldspieler und mit Theuerkauf und Klimek im Angriff am Kreis, wodurch die Kieler Abwehr wieder etwas defensiver stand. Fünf Minuten vor dem Ende schaffte es der TBV nicht rechtzeitig zurück zu wechseln, wodurch der THW einfach aufs leere Tor werfen konnte und erneut mit fünf Toren in Führung gehen konnte. Im letzten Angriff der Partie konnte Suton für den TBV in der letzten Spielsekunde den 28:24-Schlusstreffer erzielen.

Florian Kehrmann: Wir mussten von hinten heraus viel zu viel Kraft aufwenden, immer wieder ins Spiel zu kommen. Im Spielverlauf sind wir dann immer besser in die Partie gekommen. Wir konnten im Angriff länger spielen und haben auch in der Abwehr besser gestanden. Dann sind wir in der zweiten Halbzeit immer näher herangekommen. Der Knackpunkt war dann ab der 50. Minute, als Kiel in der Abwehr auf eine offensive
3:2:1-Abwehr umstellte. Dagegen haben wir zu wenige Lösungen gefunden und mussten dann das Risiko eingehen mit dem siebten Feldspieler zu spielen. Da haben wir uns leider zu viele Fehler geleistet und das darf man sich in Kiel einfach nicht erlauben.

 

TBV Lemgo Lippe: Johannesson, Wyszomirski; Bartók (6), Ebner (6), Suton (4), Hornke (2), Hübscher
(2/1), Theuerkauf (1), Kogut (1), Carlsbogård (1), van Olphen (1), Guardiola, Klimek, Zieker, Jebram