TBV trifft auf Wellensiek

Luftkampf zwischen Lemkgos Ali Celik und seinem Bielefelder Widersacher.

Lemgo (ruko). Nach einer mäßigen ersten Hälfte und einem 0:1-Rückstand nach 45 Minuten konnte der TBV Lemgo sein Heimspiel gegen Hicret Bielefeld am Ende noch drehen und mit 4:2-Toren gewinnen.

Zunächst kämpften sich die Lemgo noch zähflüssig durch Hälfte eins und kassierten schon nach elf Minuten das 0:1 durch Özlük. Effektiver gestaltete sich das TBV-Spiel auch nicht, als in der 28. Minute ein Bielefelder mit gelbrot den Platz verlassen musste. Dem wollte Lemgos Topalca anscheinend in nichts „nachstehen“. Mit dem Pausenpfiff sah der Lemgoer Neuzugang ebenfalls gelbrot, übrigens schon das dritte Mal in dieser noch jungen Saison.

Die Dezimierung der beiden Teams sollte den Platzherren aber gut tun, die in Hälfte zwei klar die Herrschaft auf dem Jahnplatz übernahmen. Das Spiel 10:10 schien den Lemgoern sehr zu liegen, die sich gute Torchancen herausarbeiteten. Eine davon nutzte Oli Hett in der 54. Minute zum 1:1-Ausgleich. Eine Minute später das 2:1 durch Ali Celik. Der TBV hatte das Spiel nun fest im Griff und Oli Hett erhöhte auf 3:1 (69.). Anschließend hatte Hett zwei sogenannte 100prozentige auf dem Fuß, die er aber nicht nutzen konnte. Specht traf zudem nur den Pfosten. Das Auslassen dieser hochkarätigen Möglichkeiten sollte sich für den TBV rächen. Tufan traf in der 83. Minute zum 3:2 und die Partie wurde nochmal spannend. Fabio Hildebrand erlöste die Lemgoer schließlich in der Nachspielzeit mit dem 4:2. „In Hälfte eins haben wir nicht gut gespielt. Auch das Überzahlspiel konnten wir nicht nutzen. Mit 10 gegen 10 lief es dann viel besser für uns. Wir standen besser, die Pässe kamen an und wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen. Allerdings haben wir mal wieder viel zu viele Hochkaräter liegen lassen, hätten das Spiel einfach viel früher entscheiden müssen“, so die Analyse von TBV-Trainer Ilker Siviloglu.

 

Der nächste Spieltag:

Eine harte Nuss!

 

Eine harte Nuss dürfte auf die Lemgoer am kommenden Sonntag warten. Es geht zum Tabellenzweiten und Titelaspiranten VfL Wellensiek, der bisher ungeschlagen ist. „Der VfL stellt ein sehr eingespieltes Team, das kompakt, geschlossen auftritt. Nur wenn wir so spielen wie wir es in Hälfte zwei im Spiel gegen Hicret getan haben, können wir aus Wellensiek etwas mitnehmen“, weiß Ilker Siviloglu um die Stärke des Gegners. Siviloglu hofft, dass Özmen und Specht, die angeschlagen sind, am Sonntag dabei sein können. Der Dauerverletzte Rhilane (Knorpelschaden) dürfte wohl erst nach der Winterpause wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein.

Der insider-Tipp: Bisher sah der TBV in dieser Serie gegen Spitzenteam aus der Liga schlecht aus, kassierte hohe Niederlagen gegen Gütersloh und Schloß-Holte. Nun kann der TBV beweisen, dass er es besser kann. Dennoch dürfte es schwer für die Lemgoer werden in Wellensiek zu punkten.