Tim Steffen bleibt weiterhin Coach der Lüerdisser

Tim Steffen wird zusammen mit Sebastian Lehmeier den VfL auch in der kommenden Saison trainieren.

Lemgo/Lüerdissen (ruko). Der VfL Lüerdissen erwischte einen sehr guten Start in die Saison, konnte dabei als einzige Mannschaft dem Überteam der Liga, den TuS Asemissen beim 2:2 den ersten und bisher einzigen Punktverlust beibringen. Dann folgten allerdings Niederlagen gegen Werl-Aspe und Leopoldshöhe und so dürfte der Meisterschaftszug für die Mannen von Tim Steffen, der die Lüerdisser auch in der kommenden Serie trainieren wird, wohl abgefahren sein. Dennoch, das Team der Lemgoer Vorstädter ist ehrgeizig genug, um am Ende zumindest die Vizemeisterschafft einzufahren. Lüerdissens Sportlicher Leiter Willi Wollbrink schaut nachfolgend auf die bisherige Spielzeit zurück.     

Willi, wie zufrieden seid ihr mit dem bisherigen Verlauf der Saison?

Wollbrink: Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf. Obwohl wir uns vor der Saison schon erhofft hatten, wieder im oberen Drittel zu stehen, war damit nicht unbedingt zu rechnen. Nach der Coronapause hat die Mannschaft eine sehr gute und wohl dosierte Vorbereitung auf die neue Saison gehabt. Erst zum Schluss der Hinserie gab es den einen oder anderen Verletzten, so dass wir immer einen breit aufgestellten Kader hatten. Sollten wir das Nachholspiel gegen Bexterhagen gewinnen, ständen wir wieder auf Platz 2 hinter einer sehr starken Asemisser Mannschaft.

Was genau lief in der Mannschaft nicht so, wie ihr euch das vorgestellt habt.

Wollbrink: Das ist nicht so leicht zu sagen. Wir haben nur zwei Spiele verloren. Zuhause gegen Werl-Aspe haben wir durch die frühe rote Karte für Dominik Linnenbrügger das Spiel selber aus der Hand gegeben. In Asemissen gegen Leopoldshöhe haben wir bis 20 Meter vor dem gegnerischen Tor das Spiel über weite Strecken im Griff gehabt, die Zielstrebigkeit zum Tor und das Spiel über Außen waren aber nicht so vorhanden, wie wir es schon gezeigt haben.

Woran muss gearbeitet werden?

Wollbrink: Meiner Meinung nach müssen wir noch daran arbeiten, nicht immer jeden Ball offensiv spielen zu wollen, um dann mit vielen Spielern in die gegnerische Hälfte zu rücken und zu pressen. Gegen Leopoldshöhe haben wir uns zwei Kontertore nach Ballverlust eingefangen. Da sollten wir vielleicht den einen oder anderen Ball mal mehr hinten rum spielen und abwarten. Man hat ja 90 Minuten Zeit.

Womit seid ihr bisher zufrieden? Auf was lässt sich aufbauen?

Wollbrink: Die Trainingsbeteiligung ist sehr hoch, so dass der Trainer immer gute Möglichkeiten hat, um Abläufe einzustudieren. Das Torverhältnis hat sich nochmal verbessert zu den Spielzeiten davor. Wir stehen relativ stabil, haben meistens ein gutes Umschaltspiel und die geschossenen Tore verteilen sich auf viele Spieler. Das Spiel aus der Abwehr ist nochmal deutlich verbessert. Die Spieler versuchen immer mit einer gewissen Ruhe über das Mittelfeld nach vorne zu spielen.

Plöger ab Februar wieder fit

Wie haben sich die Neuzugänge bisher bei euch integriert?

Wollbrink: Wir hatten ja nur zwei Neuzugänge. Patrick Schröder hat seine Sache, wenn er im Tor aushelfen musste, sehr gut gemacht. Tim Plöger hat sich ja leider in der Sommervorbereitung das Schultereckgelenk gebrochen und wird erst Anfang Februar komplett zur Verfügung stehen. Da haben wir im Sturm dann eine weitere Möglichkeit.

Welche eurer Spieler haben den größten Sprung in ihrer Entwicklung gemacht? 

Wollbrink: Hier möchte ich in diesem Jahr keinen herausnehmen. Die Mannschaft kommt nicht nur über einzelne Spieler mit ihrer individuellen Klasse, sondern über das Kollektiv und dem großen Zusammenhalt.

Sind Winterneuzugänge bei euch geplant?

Wollbrink: Nein, der Kader ist ausreichend und mit Tim Plöger kommt ja noch ein Spieler aus der Verletzung dazu.

Wer holt sich den Meistertitel in dieser Saison in der Kreisliga A?

Wollbrink: Das ist für mich klar, der TuS Asemissen. Sie haben von den 14 Spielen in der Hinserie nur gegen uns Punkte liegen gelassen. Ich glaube nicht, dass sich da noch einer Hoffnung machen kann.

Welche Matches, wenn vorhanden, waren zum Abhaken?

Wollbrink: Unser Heimspiel gegen den SV Werl-Aspe, das wir 3:1 verloren haben, lief von Beginn an nicht so, wie wir es aus den vorherigen Spielen kannten. Hier sind einige Umstände (z.B. die frühe rote Karte) zusammengekommen, die die Mannschaft an dem Tag nicht kompensieren konnte.

Wie sind eure Ziele für den Rest der Serie definiert?

Wollbrink: Wir wollen natürlich so viele Spiele, wie möglich gewinnen. Auch um den TuS Asemissen nicht ganz so weit davon ziehen zu lassen, aber um auch den zweiten Tabellenplatz wieder zu erreichen, was schwer genug ist.

Team hat zu 90 Prozent zugesagt

Ist in der Trainerfrage schon eine Entscheidung getroffen worden?

Wollbrink: Tim Steffen und Sebastian Lehmeier werden auch in der kommenden Saison weiterhin als Trainer dem VfL Lüerdissen treu bleiben. Auch die Mannschaft hat zu 90 Prozent schon zugesagt. Das spricht für den Verein, für das sportliche Umfeld in Lüerdissen und gibt uns die Möglichkeit schon frühzeitig für die Saison 22/23 hinsichtlich Kaderverstärkungen zu planen.

Willi, wir danken für dieses Gespräch!