Trainerduo Johannfunke und Jörn Seifert macht weiter

Bad Salzuflen/Ahmsen (ruko). Ganz klar, der TuS Ahmsen dürfte in dieser Saison weit unter seinen eigenen Erwartungen geblieben sein. Es lief bisher alles andere als rund bei den Schützlingen von Thomas Jahnnfunke, der den TuS mit Jörn Seifert auch in der kommenden Saison trainieren wird. Geschuldet ist das bisher mäßige Abschneiden der Ahmser aber sicherlich auch der Verletzungswelle, die den TuS erwischte. Nachfolgend schaut TuS-Obmann Lothar Köhnemann auf das bisherige Abschneiden seines Klubs.        

Thomas Johannfunke wird mit seinem Co Jörn Seifert den TuS Ahmsen auch in der kommenden Saison trainieren.

„Viel mehr vorgenommen!“

Lothar, wie zufrieden seid ihr mit dem bisherigen Verlauf der Saison?

Wenn ich es offen und ehrlich aussprechen darf, wir sind überhaupt nicht zufrieden. Wir hatten uns viel mehr vorgenommen, wurden dann aber dermaßen brutal ausgebremst von zig Verletzungen oder Ausfällen welcher Art auch immer, wie wir es in solch einem Ausmaß noch nicht erlebt haben. Einzig der Verbleib im Kreispokal kann sich zeigen und dort kann man auch nur erahnen welchen Anspruch wir eigentlich hatten für diese Serie.

Was genau lief in der Mannschaft nicht so, wie ihr euch das vorgestellt habt. Woran muss gearbeitet werden?

Eigentlich kann ich diese Frage nicht beantworten, weil es nicht an der Mannschaft oder an einzelnen Teilen der Mannschaft liegt. Wir hatten einfach zu viele Ausfälle, die wir nicht kompensieren und auffangen konnten. Ich ziehe meinen Hut vor den Jungs, die aus der A-Jugend hochkamen. Sie sollten eigentlich gezielt aufgebaut und integriert werden, was dann aber wegen der Personalnot so nicht funktionieren konnte. Wenn es etwas bei unseren Spielen zu bemängeln gab dann das, dass wir hinten zu häufig Fehler gemacht haben, die zu einigen unnötigen Gegentoren führten, was aber schon ein Thema der letzten Jahre war.

Womit seid ihr bisher zufrieden? Auf was lässt sich aufbauen?

Genau was unser Ziel war, wird unser neues Ziel werden, und nun haben wir ein halbes Jahr Zeit zur Vorbereitung. Wir wollen die Akteure, die aus der Jugend kamen, und dazu die Jungs, die jetzt im Sommer noch dazu kommen werden, vollends integrieren und in das Team einbauen. Geplant war für diese Saison unsere Zweite zu verstärken und zu unterstützen. Leider waren alle Jugendlichen in der Ersten im Einsatz, so dass es gar keine Möglichkeit gab, die Zweite zu unterstützen. Die haben sich dann quasi, wie einst der Lügenbaron Münchhausen, selbst am eigenen Schopf über Wasser gehalten, was im Übrigen für mich eine „mega geile“ Geschichte und der herausragenden Arbeit von Tobi Frenzel und zuletzt auch Thommy Bosse als zweiten Mann zu verdanken ist. Wir bauen jetzt auf die Zeit und auf die Jungs, die wir gezielt auf- und einbauen wollen. Ich hoffe und wünsche mir ebenfalls, dass die verletzten Spieler alle möglichst schnell wieder auf die Beine kommen. Bei Malte Mooshage drücke ich so fest es geht die Daumen, dass er überhaupt wieder auf die Beine und auf den Platz kommt. Als 19jähriger erlitt er den zweiten Kreuzbandriss im vergangenen Jahr, was schon einer Hiobsbotschaft gleichbedeutend ist.

„Fahnenflüchtige!“

Wie haben sich die Neuzugänge bisher bei euch integriert?

Im Endeffekt hatten wir im letzten Jahr leider nur Fahnenflüchtige zu verzeichnen. Kurz vor Toresschluss haben sich Spieler nach Lemgo, Asemissen oder Werl Aspe verabschiedet. Mit den Jugendspielern fingen wir es auf, kamen doch 10 Akteure. Alle der Jungs haben ihren Job richtig gut gemacht, grade auch die Akteure, die nicht auf dem Papier für die Erste standen. Alle haben sich voll reingehängt und einen sehr guten und wichtigen Job gemacht, in diesem so merkwürdig laufendem Jahr. Wir haben kurz vor der Winterpause noch ein paar Neuzugänge bekommen, aber auch diese Spieler waren dann angeschlagen und einer ist erst ab 2022 spielberechtigt. Also abwarten, bis man wirklich eine Äußerung dazu tätigen kann. Integriert haben sie sich aber auf jeden Fall.

„Leader Max Kampf!“

Welche eurer Spieler haben den größten Sprung in ihrer Entwicklung gemacht? 

Niclas Lehbrink muss wohl erwähnt werden. Seine Klasse zeigt nicht nur die Führung in der Torjäger-Tabelle. Er ist schon sehr weit mit seinen 20 Jahren. Er profitiert natürlich unglaublich von Sören Seifert, Sebastian Ewert oder Max Kampf, um nur ein paar Namen zu nennen, die ihn füttern, führen und unterstützen Aber auch Max Kampf hat sich zu einem Leader entwickelt, einem Vorzeige-Spieler, der sich reinlegt, wo er nur kann und dann auch zur Not verletzt aufläuft. Oder Malte Mosshage zum Beispiel, er bekam es gleich im ersten Spiel mit Jan Plöger zu tun. Malte, auch nicht klein, machte einen wirklich supertollen Job. Aber dann trifft halt ein Jan Plöger doch ins Tor und in Asemissen musste ein Bastian Pluskat erkennen, was es heißt Marius Seipt als Gegner zu haben. Fakt ist, es war für jeden und alle bei uns ein halbes Jahr lernen angesagt. Auch konnte der ein oder andere sehen, dass die Trauben ganz schön hoch hängen können und einige andere sind jetzt doch vielleicht ein Stück weit auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Wir werden weiter an der Entwicklung der Mannschaft arbeiten. Wir haben die nächsten Jahre einen tollen Kader zur Verfügung und wollen diese Spieler langsam aufbauen und in der Kreisliga A etablieren.

Sind Winterneuzugänge bei euch geplant?

Wie gesagt haben wir kurz vor der Winterpause ein paar neue Gesichter dazu bekommen. Direkt im Winter werden wir keine neuen Gesichter sehen.

Wer holt sich den Meistertitel in dieser Saison in der Kreisliga A?

Ganz klar, der TuS Asemissen.

Welche Matches, wenn vorhanden, waren zum Abhaken?

Die gegen Aspe, Asemissen und Brake.

Ist in der Trainerfrage schon eine Entscheidung getroffen worden?

Wir werden mit beiden Trainern weiterarbeiten. Thomas Johannfunke und Jörn Seifert bleiben als Team zusammen und führen uns in die kommende Serie 2022/2023.

Lothar, wie danken für dieses Gespräch!