TSV: Abstieg nie ein Thema

„Wenn du Angst hast, geht es in die Hose!“

Oerlinghausen (ruko). In die Serie startete der TSV Oerlinghausen denkbar schlecht. Lange dümpelte das Team von Miron Tadic im Tabellenkeller und es schien zunächst so, als müsse der TSV nach dieser Serie den Gang in die Liga A antreten. Tadic zweifelte aber zu keinem Zeitpunkt an seinem Team und sollte Recht behalten. Gerade im letzten Drittel des Jahres flutschte es endlich bei den Bergstädtern, die auf einmal Spitzenteams wie Wellensiek oder Schloß Holte schlugen und nach 17 Ligaspielen auf Rang 11 in der Tabelle kletterten, nun fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz haben.

Zwar hat der lange Zeit verletzte Nils Engmann den TSV Oerlinghausen verlassen, doch mit Jan-Justin Johannhörster dürften die Bergstädter adäquaten Ersatz für Engmann in der Sturmspitze gefunden haben.

Natürlich wähnt sich Oerlinghausens Coach Miron Tadic noch lange nicht auf der sicheren Seite, auch wenn er keine Sekunde daran zweifelt, dass sein Team am Ende nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. „Auch wenn am Anfang der Serie die Ergebnisse überhaupt nicht passten, war der Abstieg für mich nie ein Thema, dafür hat meine junge Truppe einfach zu viel Qualität. Angst hatten wir sowieso nicht, denn wenn du Angst hast, geht das sowieso in die Hose. Wir haben sieben A-Jugendliche und drei Externe in die Mannschaft einbauen müssen. Das klappte zwar ganz gut, doch Fußball ist eine Ergebnisport und das war gerade unseren jungen Spielern nicht immer ganz klar. Zudem mussten wir auf unseren Goalgetter Nils Engmann verzichten, der lange verletzt war. In dieser Beziehung habe ich dann vielleicht auch einen Fehler gemacht, hätte wohl früher ohne ihn planen sollen, doch das fiel schwer. Man verzichtet nicht gerne auf einen Akteur, der in den vergangenen drei Jahre 60 Tore geschossen hat“, so Tadic, der jetzt überhaupt nicht mehr an Engmann denken muss, der sich in der Winterpause dem TuS Hillegossen angeschlossen hat. „Aufgrund der Verletzung von Engmann haben wir dann in der Offensive voll auf Jan-Justin Johannhörster gesetzt und das war goldrichtig. Jan-Justin hat nun schon zehn Tore erzielt und wenn er so weiter macht, hat er noch eine große Laufbahn vor sich. Jan hat Nils schon jetzt 100prozentig ersetzt“, hält Tadic große Stücke auf seine Sturmspitze. Verlassen hat den Verein auch Karaaslan aus beruflichen Gründen (Polizei Hannover). Neuzugänge haben die Oerlinghausener nicht zu vermelden. Nichtabstieg bleibt natürlich weiterhin das oberste Ziel der Bergstädter, die aber auch damit liebäugeln am Ende einen einstelligen Tabellenplatz inne zu haben.

Tadic: „Es ist sehr angenehm hier zu arbeiten!“

In der zukünftigen Trainerfrage ist zwar beim TSV noch nichts entschieden, doch es sieht so aus, als würde Tadic den TSV auch in der neuen Serie coachen. „Unterhalten werden wir uns darüber in den nächsten Wochen. Im Augenblick spricht nicht viel dagegen, dass ich hier bleibe, denn es ist sehr angenehm beim TSV zu arbeiten“, verrät Tadic.

Die Prognose: Der TSV scheint sich nach den anfänglichen Schwierigkeiten zu Beginn der Serie gefunden zu haben. Die Mannschaft spielt jetzt nicht nur einen sehenswerten Fußball, sondern kann dies auch in Punkte ummünzen. Um da hin zu kommen, bedarf es einem geduldigen Coach, der an sein Team glaubt und ihm vertraut und den hat der TSV ohne Zweifel mit Miron Tadic an seiner Seite. Wenn der TSV an die guten Leitungen zum Ende der Hinrunde anschließen kann, werden die Grün-Weißen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Auch ein einstelliger Tabellenplatz ist sicherlich im Bereich des Möglichen.