„Alles ist möglich!“

TSV-Trainer Miron Tadic überlegt noch, ob er die Oerlinghausener auch in der kommenden Saison coachen wird. Auch private Aspekte spielen für ihn dabei eine große Rolle.

Oerlinghausen (ruko). Eigentlich ist TSV Oerlinghausens Coach Miron Tadic mit dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden. Allerdings wäre Tadic nicht Tadic wenn er nicht doch einige Kritikpunkte ausmachen würde: „Wir haben bisher 27 Punkte holen können, stehen auf Platz sieben in der Tabelle. Das ist ordentlich, doch wir haben auch in einigen Spielen unnötig Punkte liegen lassen, weil uns am Ende die Konzentration fehlte. Zudem fehlt uns manchmal noch die Cleverness. Wir laufen zu viele unnötige Wege. Das müssen wir ändern. Aber ich denke, all das wird sich noch finden“, so Tadic, der seit dem 10. Januar wieder mit seinen Jungs im Training steht, steht das erste Ligaspiel doch schon wieder am Sonntag, 16. Februar an, dann ist der TSV um 15 Uhr beim Tabellenfünften TuS Senne 08 1 zu Gast.

Ob Tadic auch in der kommenden Saison den TSV trainieren wird, ist noch nicht raus: „Sicherlich, wir stehen in Verhandlungen. Eine Tendenz gibt es bei mir aber noch nicht, denn ich überlege mir genau, wie ich demnächst meine Zukunft gestalten werde. Dass alles werde ich natürlich mit meiner Frau besprechen. Ich kann nur sagen: Alles ist möglich“, so der 54-Jährige zu seinen Zukunftsplänen.

Öztürk für Zünd

Mit Tim Zeier (berufliche Gründe) und Nico Zünd hat der TSV zwei Abgänge in der Winterpause zu verzeichnen. Zünd hat sich aufgrund eines Schienen- und Wadenbeinbruchs vorsichtshalber beim TSV abgemeldet. „Nico muss schauen, ob er überhaupt wieder an den Ball treten kann“, weiß Tadic, der den A-Jugendlichen Sinan Öztürk für Zünd in den Kader der 1. Mannschaft gezogen hat, zu berichten.

„Wechsel müssen
sauber ablaufen!“

Auch mit den Spielern steht der TSV-Vorstand schon in Verhandlungen. „Natürlich wollen wir alle Akteure halten. Ich denke, die meisten Spieler, die ja auch Oerlinghausener Jungs sind, werden bleiben. Zudem werden natürlich auch schon Gespräche mit eventuellen externen Neuzugängen geführt, doch darüber reden wir jetzt noch nicht. Wichtig ist es für mich, dass eventuelle Wechsel sauber ablaufen, darauf lege ich großen Wert. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn ein Verein erst kurz vor Serienbeginn erfährt, dass der ein oder anderer Spieler nun doch den Klub verlässt. Auf so etwas stehe ich überhaupt nicht“, so wahre Worte des TSV-Übungsleiter.

Die insider-Prognose: Eines dürfte klar sein, der TSV wird in dieser Saison wohl rein gar nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Schon jetzt haben die Bergstädter, die bisher eine gute Saison spielen, 15 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Dass der TSV auch mit Spitzenteams mithalten kann, hat er in der bisherigen Spielzeit schon bewiesen. Kann Miron Tadic die von ihn angesprochenen noch vorhandenen Mankos in seinem Team abstellen, könnte der TSV am Ende der Serie noch ein, zwei Plätze in der Tabelle nach oben klettern.