Bad Salzuflen/Ahmsen (ruko). Schon seit zwei Jahren hatte der TuS Ahmsen den Wunsch in der Bezirksliga I beheimat zu sein. Jetzt wurde dem Wunsch der Salzufler Vorstädter entsprochen, die am kommenden Sonntag in der Liga I ihre erstes Saisonmatch daheim um 15.30 Uhr gegen die SPVG Hiddenhausen bestreiten werden.
Bildquelle: TuS AhmsenDie Ahmser haben sich für die neue Saison gleich mit 15 Spielern verstärkt und wollen mit ihrem 26 Mann starken Kader „die Liga rocken“, so TuS-Obmann Lothar Köhnemann, der mit Sladjan Vucetic, Sportlicher Leiter des Klubs, und Teammanager Jens Spahn sehr optimistisch auf die anstehende Spielzeit schaut: „Wir wollen am Ende der Serie einstellig stehen in der Tabelle. Natürlich werden wir zunächst den Ball flachhalten und zuerst mal die Klasse sichern. Wir wollen nicht wie zuletzt bis zum Ende der Serie zittern müssen. Es ist unbestritten ein sehr ambitioniertes Ziel, aber wir haben uns gezielt verstärkt und wollen dieses Jahr von vornherein zeigen, was in uns steckt. Momentan sind wir mit 26 Spielern unterwegs, es wird aber noch ein paar Verschiebungen geben. Einige kommen aus einer Verletzung hinzu, andere werden die Zweite unterstützen, die eine ganz wichtige Aufgabe haben wird in dieser Saison. Sie muss ihr gutes Ergebnis vom letzten Jahr wiederholen und unter die ersten acht Mannschaften kommen, für die eingleisige Kreisliga B in 26/2“.
15 Neuzugänge – Lehbrink zurückgekehrt
Nach den A-Jugendlichen Louis Schröder, Jon Maßmann, Simon Friedrich und Felix Plaszczyk füllen nun auch mit Luca Drewes und Jannik Müntener weitere Spieler aus der eigenen A-Jugend den Kader der Ahmser auf. Auch aus der Jugend, aber von der JFV Lohe Oeynhausen, kommt Felix Riemeier, ein Salzufler Junge, der im zentralen Mittelfeld ansässig ist. Jannis Völkel vom 1. SC Lippetal wurde für die Offensive verpflichtet. Auf der rechten Seite soll Janis Kopmann von Eintracht Bielefeld für Stabilität sorgen. Stephan Maurice Wennemann (Offensive) und Tim Tews (Abwehr) haben sich vom TuS Asemissen der Klaßes Batis-Elf angeschlossen. Für Offensiv-Power im TuS-Sturm wird wieder Niclas Lehbrink sorgen, der von Post SV Detmold zum TuS zurückgekehrt ist. Alexander Löwen vom FC Bad Oeynhausen ist ein Mittelfeld Allrounder. „Hannes Stegen ist ein absoluter Glücksgriff. Er kommt vom SC Vlotho und organisiert die Abwehr“, freut sich Köhnemann besonders über diesen Neuzugang. Robin Derbas vom SC Bad Salzuflen ist offensiv links, wie rechts einsetzbar und Cem Kipel ist ein „all in“ einsetzbarer Spieler der zuvor bei FA Herringhausen beheimatet war. TuS-Trainer Sebastian Klaßes Batti, der ins dritte Jahr beim TuS geht, kann in Zukunft auch wieder auf Sebastian Ewert und Malte Mooshage bauen, die ihre Kreuzbandrisse auskuriert haben.
Verlassen haben den Verein Saad Al Abo (FC Türk Sport Bielefeld), Elyesa Bal (TSV Schötmar), Malik Can Önal (Fichte Bielefeld), Peywan Yüsün (TuS Lohe), Linus Fink (Concordia Albachten/ Münster) und Marcel Förster (SG Schweicheln). Tim Meier und Max Kampf hängen ihre Schuhe vorerst an den Nagel.
„Entlastung für Jörn und Sören!“
Die Ahmser gehen mit einem Trainerduo in die neue Spielzeit. „Unser Trainer Sebastian Klaßes Batti ist im dritten Jahr bei uns. Er bildet zusammen mit Jörn Seifert ein Trainerduo. Hinzu kommt jetzt wieder aktiv unser Mittelfeld-Motor Sebastian Ewert. Auch er leitet mal eine Einheit, so ist er der Kopf der Mannschaft im Spiel und gleichzeitig ein zweiter verlängerte Arm, neben Jörn Seifert, vom Trainer draußen“, berichtet Köhnemann, der die Mannschaften vom TuS Brake und Stift Quernheim als Topfavoriten auf den Titel in der Liga ausmacht. „Plus ein oder zwei Überraschungsmannschaften und ich denke, auch Pödinghausen wird eine gute Rolle spielen“, so der Ahmser Abteilungsleiter, der eine der großen Stärken des Teams in der Offensive sieht: „Da haben wir schon echt starke Jungs dazu bekommen und ich freue mich sehr drüber, dass wir Entlastung für Jörn und Sören Seifert bekommen haben. Die beiden können dann auch mal eine Pause einlegen, wenn nötig. In der Vergangenheit hauten sich beide immer und in jedem Spiel so rein, als ob es ein Endspiel ist. Irgendwann braucht’s dann mal eine Ruhepause“.
Im Defensiverhalten sieht Köhnemann allerdings Handlungsbedarf: „Wie in den letzten Jahren zu sehen war, bestand unsere größte Schwäche immer in der Abwehr. Dazu haben wir auch noch starke Akteure wir Meier und Fink abgeben müssen, so wie auch Max Kampf verloren, der seine Schuhe an den Nagel hängen musste. Unsere Abwehr wird jetzt neu aufgestellt und formiert sich im Moment. Da legen wir dieses Jahr höchstes Augenmerk darauf und ich denke, wir sind auf einem guten Weg“.
„Ziel: Weitere Jahre Bezirksligazugehörigkeit!“
In Zukunft will sich der TuS in der Bezirksliga etablieren, das hofft Lothar Köhnemann: „Im Moment sieht es für uns ja rosig aus. Aber viele Vereine mussten schon Mannschaften zurückziehen oder zusammen gehen mit anderen Vereinen, um weitermachen zu können. Wir sind gesund aufgestellt und gehen ohne großartige Hypothek in die dritte Bezirksliga Saison nacheinander. Hätte mir das einer vor 5 Jahren gesagt, hätte ich ihn wahrscheinlich amüsiert angeguckt und gedacht, träumen darf man ja. Wir werden sehen, wie es für uns weiter geht. Dieses Jahr kann einiges bewirken. Es kann in alle Richtungen gehen. Weitere Jahre Bezirksligazugehörigkeit das ist unser großes Ziel. Perspektivisch bekommen wir leider erst in frühestens vier Jahren Nachwuchs aus der eigenen Jugend, dann allerdings wieder eine echt geile Truppe, die schon seit einiger Zeit zusammenspielt und ein paar wirklich starke Jungs in ihren Reihen hat. Aber vielleicht gelingt uns ja sogar das Unmöglich erscheinende und wir können für nächstes Jahr, also in 26/27, wieder eine eigene A- Jugend stellen. Da werden wir dran arbeiten“.
Der insider-Tipp:
Der TuS Ahmsen hat sich ohne Zweifel effektiv für die neue Spielzeit verstärkt und dürfte in der neuen Liga eine gute Rolle spielen. Mit dem Abstieg sollte der TuS bei der Wucht der neuen, starken Zugänge eigentlich weniger zu tun haben. Allerdings muss das Trainer-Duos Klaßes/Seifert quasi ein neues Team formen und die Mannschaft muss sich in der für die bisher unbekannten Liga erst einmal orientieren. Gelingt dies in beiden Fällen schnell, kann der TuS in dieser Spielzeit, so wie gewünscht, auch des Öfteren die Liga rocken.






