„Haben viel Qualität verloren!“

Die Neuzugänge des TuS. Obere Reihe von links: Trainer Axel Wehmeier, Laurin Sasse, Ferdi Käthner (eigene A-Jgd.), Simon Drexhage (SC Lemgo-West) und Mohammed Sompare (TBV Lemgo). Untere Reihe von links: Nico Dörmann (SG Bega-Humfeld), Tim Vögeli, Niklas Remmert (beide eigene A-Jgd), Kenneth Klocke(RSV Barntrup). Es fehlen: Fynn Drexhage (SC Lemgo-West), Marvin Laube, Matthis Hüsig und Kaan Kaufmann (alle eigene A-Jgd.).

Lemgo/Brake (ruko). Nach den Verlusten der Leistungsträger – Manuel Süllwold (SG Hörstmar-Lieme) und Necati Kezer (SC Bad Salzuflen) – erwartet Brakes Coach Axel Wehmeier keine leichte Saison, zumal auch Fabian Schnittger aufgrund eines Kreuzbandrisses bis zum Winter ausfallen wird. Ebenfalls haben Keeper Mohammd Eyigün (TBV Lemgo III) und Jonas Hildebrand (TBV Lemgo) die Bräker verlassen.

 

Einige Baustellen

 

„Wir haben gerade durch die Abgänge von Manuel und Necati viel Qualität verloren, darum kann es für uns in die Saison nur um den Klassenerhalt gehen. Alles andere wäre schon ein Riesenerfolg“, so Wehmeier, der weiß, dass es da einige Baustellen in seinem Team gibt, die unbedingt bearbeitet werden müssen. „Vorbereitungsspiele gegen die Detmolder A-Ligisten Blomberg und Schlangen, in denen wir eine Vielzahl von Toren hinnehmen mussten, haben gnadenlos aufgedeckt wo es bei uns in erster Linie noch hapert, auch wenn meine Mannschaft in diesen Matches bei weitem nicht vollzählig war“. Gerade auf den Außenverteidiger-Positionen macht Wehmeier große Defizite aus. „Da werden wir noch viel herumexperimentieren müssen“, weiß der Braker Coach, der hofft, dass Mohamed Sompare, der vom TBV Lemgo kommt, die Bräker in der Offensive weiter nach vorne bringt. In der vergangenen Saison fiel Wehmeier gerade die Abschlussschwäche in seinem Team unangenehm auf. Neben Sompare haben sich Simon Drexhage (SC Lemgo-West), Nico Dörmann (SG Bega-Humfeld), Kenneth Klocke (RSV Barntrup) und Fynn Drexhage (SC Lemgo-West) dem TuS angeschlossen. Aus der eigenen Jugend kommen Marvin Laube, Matthis Hüsig, Kaan Kaufmann, Laurin Sasse, Ferdi Käthner, Tim Vögeli und Niklas Remmert.

Wehmeier baut in der anstehenden Serie noch mehr als in der vergangenen Spielzeit auf die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams. „Die Jungs kennen sich lange und gut. Wirklich gut sind wir auf der 6er-Position besetzt, sind dort sehr variabel aufgestellt. Oli Isaak, mein Sohn Norman und auch Neuzugang Kenneth Klocke können dort effizient eingesetzt werden. Vorne haben wir mit Jörn Pieper und Albert Schulz wirklich schnelle Leute im Kader. Wichtig wird sein, dass wir hinten gut stehen. Nur so können wir dann auch diese schnellen Akteure durchschlagend bedienen“, so Wehmeier weiter, der in ersten Linie den VfL Lüerdissen als Topkandidaten auf den Meistertitel ausmacht. Bis zum Serienauftakt am 12. August, dann ist der TuS in Leopoldshöhe zu Gast, liebäugelt der Klub vielleicht noch damit ein oder zwei weitere Akteure an den Verein zu binden.

 

„Docis“ 70ster: „Allemann“ gratulierten

 

 

Auch TuS-Trainer Axel Wehmeier hatte für „Doc“ Rottmann eine Überraschung parat.

Schon in der vergangenen Saison stand Rolf-Rüdiger „Doc“ Rottmann dem TuS Brake mit Rat und Tat zur Seite und auch in dieser Serie wird „Doci“ wieder neben Wehmeier an der Seitenlinie der Bräker zu sehen sein. Jüngst feierte Rottmann seinen 70. Geburtstag und natürlich ließ es sich auch der TuS Brake nicht nehmen „Doci“ zu überraschen. „Im Vorfeld habe ich Doc gesagt, dass wir an seinem Geburtstag ein Vorbereitungsspiel gegen den FC Allemann hätten, eine neu formierte Truppe, die sehr stark besetzt ist. Natürlich gibt es diese Mannschaft nicht und ich habe Doc wirklich zwei Wochen lang anflunkern müssen. Am Tag seines Jubeltags war er dann wirklich sichtlich gerührt, den die Truppe Allemann setzte sich aus alten Wegefährten Doccis zusammen, gegen die dann gespielt wurde. Da habe ich Rolf-Rüdiger das erste mal sprachlos erlebt“, berichtet Wehmeier, der dieses Event mit Wolfgang Ahrend geplant hatte. So gaben sich unter anderem beispielsweise Trainerikonen wie Thomas Johannfunke, Uwe Hohhold, die Winkler-Brüder oder noch aktive Spieler wie Patrick Sievert, Hamo Mahosevic und Jan Ehlert die Ehre dem „Doc“ an diesem Tag zu gratulieren.

 

Der insider-Tipp: Dem TuS Brake dürfte sicherlich keine leichte Saison erwarten. Ziel für Wehmeier und seine Truppe kann nur der Klassenerhalt lauten. Zu schwer wiegen die Verluste und die Liga ist sicherlich nicht schwäche geworden. Die Bräker setzen unter anderem auf Spieler aus der eigenen Jugend. So wird auch viel darauf ankommen, wie der Nachwuchs im TuS-Team einschlagen wird.