„Wollen uns in vielen kleinen Dingen verbessern“

TBV vor schwerer Auswärtsaufgabe beim Rekordmeister

Lemgo. Nachdem die Lemgoer Miniserie mit drei Siegen in Folge zuletzt bei den Ligaduellen gegen Hannover-Burgdorf und den HSV Hamburg ein jähes Ende gefunden hat, geht es für den lippischen Handball-Bundesligisten am Wochenende anspruchsvoll weiter. Am kommenden Samstag (5.11.) reist das Team von TBV-Trainer Florian Kehrmann zum Rekordmeister und amtierenden Pokalsieger aus Kiel. Anwurf in der Wunderino Arena ist um 20:30 Uhr.

Auf TBV-Abwehrchef Gedeón Guardiola kommt am Samstagabend Schwerstarbeit zu. Quelle: Matthias Wieking

„Wir haben die bittere Heimniederlage gegen den HSVH in den letzten Tagen aufgearbeitet und uns für das schwere Auswärtsspiel beim THW vorgenommen, uns in vielen kleinen Dingen zu verbessern“, blickt Kehrmann dem Aufeinandertreffen mit dem aktuellen Tabellendritten der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga entschlossen entgegen. Auf dem Papier treffen seine Spieler am Samstag auf die wohl beste Mannschaft der Liga. Vor der Saison verstärkten sich die Zebras u.a. mit Eric Johansson (Elverum/NOR) und Karl Wallinius (Montpellier/FRAU) noch einmal hochkarätig. Mit Sander Sagosen (Knöchelfraktur) und Hendrik Pekeler (Riss der Achillessehne) fehlen dem Champions League-Teilnehmer jedoch derzeit auch zwei absolute Top-Spieler mit schwerwiegenden Verletzungen. Doch auch ohne die beiden Ausnahmekönner erwartet den TBV am Samstag ein starkes Starensemble. „Wir müssen uns auf eine sehr aggressive 6:0-, aber auch auf eine sehr fokussierte 5:1- bzw. 3:2:1-Abwehr einstellen. Hier schwenkt der THW häufig während des Spiels um und ist in seiner Abwehrarbeit extrem flexibel. Wir müssen situativ schnell entscheiden, welche Auftakthandlung die richtige ist, um zum Erfolg zu kommen. In der Abwehr wird es darum gehen, die enorme Dynamik von Spielern wie Johansson, Weinhold, Reinkind aber auch Duvnjak und Bilyk im Zaum zu halten, körperlich voll dagegenzuhalten und ihnen mit aller Macht die Dynamik aus dem Spiel zu nehmen“, ist Kehrmann bewusst, worauf es am 10. Spieltag ankommen wird. „Kiel ist extrem heimstark, hat in dieser Saison bereits viele souveräne Auftritte gezeigt. Ich erwarte einen deutlich besseren Auftritt meiner Mannschaft als zuletzt“, so Kehrmann.

Wie das Team von THW-Trainer Filip Jicha zu bezwingen ist, zeigten die Füchse Berlin am 7. Spieltag und fügten dem Rekordmeister in eigener Halle eine empfindliche 34:26-Niederlage zu. Auch in der Champions League läuft es für den THW noch nicht rund: Nach sechs Spieltagen stehen bereits drei Niederlagen und ein Unentschieden auf dem Punktekonto des letztjährigen Final4-Teilnehmers. Der letzte Lemgoer Punktgewinn in Kiel stammt jedoch aus dem Jahre 2009, als der TBV dem Favoriten ein 27:27-Unentschieden abrang. Geleitet wird die Begegnung am Samstagabend vom Schiedsrichtergespann Frederic Linker und Sascha Schmidt. Sky überträgt das Duell ab 20:15 Uhr auf Sky Sport Mix