Kreispokal-Finale: Lipperreihe holt den Pott zum dritten Mal in Folge

Oerlinghausen/Lipperreihe. Große Emotionen, frühes Drama und ein historischer Moment: Das Kreispokal-Endspiel zwischen dem TuS Lipperreihe und dem TSV Oerlinghausen hatte alles, was ein packendes Finale braucht – mit dem besseren Ende für den Bezirksligisten aus Lipperreihe. Dank eines Blitztores in der ersten Spielminute setzte sich der TuS am Mittwochabend mit 1:0 (1:0) durch und sicherte sich damit zum dritten Mal in Folge den Titel.

Bildquelle: Frank Weigmann
Das Team des TuS Lipperreihe sichert sich den Kreispokal zum dritten Mal in Folge.

Für den TSV Oerlinghausen war es ein Abschied mit bitterem Beigeschmack. Nach dem vorletzten Pflichtspiel unter eigenem Namen – die beiden Clubs fusionieren zur kommenden Saison – lagen die Spieler nach dem Schlusspfiff enttäuscht auf dem Rasen. Der Wunsch, sich mit einem Pokalerfolg zu verabschieden, blieb unerfüllt.

Schon nach 40 Sekunden war der Plan des Landesliga-Absteigers über den Haufen geworfen. Nach dem ersten Eckball für den TuS war Rouven Schulz zur Stelle und markierte das Tor des Tages. „Genau das, was wir nicht wollten“, kommentierte TSV-Kapitän Daniel Nadig, der nach acht Jahren im Verein zum FC Kaunitz wechselt.

Oerlinghausen fand erst spät ins Spiel. Die erste echte Torchance zwang TuS-Keeper Simon Danne in der 37. Minute zu einer starken Parade. In der zweiten Halbzeit wurde der TSV mutiger, hatte aber nicht die nötige Durchschlagskraft, um den Ausgleich zu erzwingen. Yannick Manteas vergab die beste Gelegenheit (62.). In der Schlussphase hätte Lipperreihe bei zwei Kontern alles klar machen können, blieb aber ebenfalls ohne weiteres Tor.

„Ein nervöses, typisches Finale!““

Bildquelle: Frank Weigmann
TuS-Kapitän Rouven Schulz nimmt den Pokal entgegen.

Letztlich war es der frühe Treffer, der das Spiel entschied – und TuS Lipperreihe den Pokal bescherte. TuS-Trainer Mirco Westermeier zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Anders als in der Meisterschaft machen wir heute ein frühes Tor – aber das hat uns keine Sicherheit gegeben. Es war ein nervöses, typisches Finale.“
Im Anschluss an die Partie überreichten Kreisfußballausschussvorsitzender Bernhard Brandt, Kreisvorsitzender Thomas Emmerich und Krombacher-Vertreter Marco Strunk die Trophäe und ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro an Torschütze Rouven Schulz und sein Team.

Für den TuS Lipperreihe geht es nun auf Westfalenebene weiter – die Auslosung der ersten Pokalrunde ist für den 18. Juni geplant. Der TSV Oerlinghausen wird am Sonntag gegen den SV Avenwedde ein letztes Mal auflaufen, bevor ein neues Kapitel in der gemeinsamen Vereinsgeschichte beginnt.

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