Leopoldshöhe/Bexterhagen (ruko). Im letzten Saisondrittel lief es für den Lemgoer A-Ligisten TuS Bexterhagen in der zurückliegenden Spielzeit nicht gerade optimal. Fast bis zum Schluss musste das Team von Jens Reitemeier, der den TuS seit 2020 trainiert, um den Klassenerhalt bangen. Solch ein Szenario wollen die Bexterhäger in der anstehenden Saison unbedingt vermeiden. „Im Vergleich zur letzten Spielzeit, möchten wir unbedingt eine konstante Saison spielen. Darüber hinaus wollen wir frühzeitig den Klassenerhalt sichern, um entsprechende Planungssicherheit zu haben“, so TuS-Obmann Andre Gronemeier zu den Zielen des TuS.

Vier Neuzugänge
TuS-Trainer Jens Reitemeier, der von Martin Lüke als Co-Trainer unterstützt wird, kann dabei auf ein eingespieltes Team bauen, verfügt über einen 24 Mann starken Kader. Lediglich Fabian Hunke hat den Verein mit unbekanntem Ziel verlassen. Punktuell, mit vier Neuzugängen, hat sich der TuS für die anstehende Spielzeit verstärkt. Vom TuS Asemissen kommen Steve Thiede, ein Mittelfelder, und Ole Seipt, der für neuen Schwung im Angriff sorgen soll. Mit Tim Klecha vom FC Stukenbrock wurde ein weitere Offensivmann verpflichtet. Jonas Elbracht vom SV Ubedissen soll das TuS-Mittelfeld verstärken.
Mit nur 39 Gegentoren hat der TuS in der vergangenen Serie die wenigsten Gegentreffer in der Liga hinnehmen müssen. Unter anderem eine Stärke, auf die die Bexterhäger auch in der kommenden Saison bauen. Darauf setzt auch Andre Gronenmeier: „Grundsätzlich verfügen wir über eine gute defensive Stabilität, was sich in der letzten Saison anhand der wenigsten Gegentore in der Liga bemessen lässt. Zudem verfügen wir über einen hervorragenden Teamgeist, einen ordentlichen Konkurrenzkampf und eine eingespielte Mannschaft, da wir keine Abgänge beim Stammpersonal zu verzeichnen haben. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit unseren Neuzugängen zukünftig besser auf Ausfälle reagieren können. Auch die Kontinuität im Trainerteam, beim Kader, sowie bei den Verantwortlichen, sorgen für eine stabile Grundlage, um in Ruhe arbeiten zu können“.
„Torabschluss ein großes Manko!“
Zufrieden sind Reitemeier und Gronemeier aber nicht mit der Torausbeute des Teams in der letzten Saison, wo man in 28 Spielen nur 42-mal ins Schwarze traf. Nur Kirchheide (30) und Schötmar (41) schnitten dabei schlechter ab. „Gerade in der Hinrunde der letzten Saison, war die Effizienz im Torabschluss ein großes Manko. Hier haben wir uns vorgenommen konsequenter und zielstrebiger zu agieren und uns in guten Phasen des Spiels auch zu belohnen. Problematisch waren auch viele späte Gegentore in der ersten Saisonhälfte, die uns den ein oder anderen Punkt gekostet haben. Dementsprechend ist die Marschroute für die Zukunft, die Konzentration in den Spielen bis zum Abpfiff hochzuhalten. Auch in schwierigen Spielsituationen wollen wir Ruhe bewahren und die Kontrolle behalten. Um dauerhaft erfolgreich zu sein und uns weiterzuentwickeln, müssen wir eine gleichbleibend hohe Leistung über die gesamte Spielzeit abrufen“, weiß Gronemeier wo die Hebel anzusetzen sind.

Gronemeier und der TuS machen in erster Linie Bezirksliga-Absteiger SV Werl-Aspe als die Mannschaft aus, die am Ende in der Tabelle ganz oben stehen wird: „Aufgrund der individuellen Qualität ist der SV Werl-Aspe der Topfavorit für uns. Auch der SC Extertal und Sonneborn/Alverdissen werden aus unserer Sicht wieder eine gute Rolle spielen. Aber auch den TuS Lipperreihe II sollte man nach einer starken letzten Saison als Außenseiter durchaus auf dem Zettel haben“.
„Abschreckende negative Beispiele!“
Die Zukunft des Vereins sieht der TuS-Obmann durchaus positiv: „Der Verein ist mit vier Herrenmannschaften und einer Frauenmannschaft (Spielgemeinschaft mit VfL Lieme) sehr gut aufgestellt und wir können selbstbewusst sagen, dass wir derzeit vieles richtig machen und insgesamt gute Arbeit auf allen Ebenen leisten. Wir verfolgen einen konsequenten Weg bei der Vereinsphilosophie, wo Kontinuität und insbesondere die Gemeinschaft wesentliche Aspekte darstellen. Diese Punkte sollen auch weiterhin Grundsteine für eine nachhaltige Weiterentwicklung sein. Nach wie vor wird bei vielen Vereinen immer noch auf schnellen Erfolg gesetzt, was aufgrund abschreckender negativer Beispiele, für uns nicht wirklich nachvollziehbar ist. Prinzipiell muss das selbstverständlich jeder Verein für sich entscheiden, aber unser Weg wird das definitiv nicht sein. Darüber hinaus planen wir unsere sportlichen und organisatorischen Strukturen weiter zu professionalisieren, um eine solide Basis für die Zukunft zu haben. Auch im Jugendbereich sind derzeit zahlreiche Personen mit großem Engagement bei der Sache und dementsprechend sind viele gute Dinge auf den Weg gebracht worden, von denen wir früher oder später profitieren werden“.
Der insider-Tipp:
Die Bexterhäger verfügen über ein eingespieltes Team und haben sich gerade im offensiven Bereich gut mit Ole Seipt und Tim Klecha verstärkt, die mit dafür sorgen sollen, dass man in der kommenden Serie effektiver im Torabschluss als noch in der vergangenen Spielzeit ist. Mit dem Abstiegskampf wird das TuS-Team nichts zu tun haben. Der 24 Mann starke Kader sollte mit dafür sorgen, dass der Klub auch eventuelle, verletzungsbedinge Ausfälle besser auffangen kann. Ein gesicherter Platz im oberen Mittelfeld müsste für die Reitemeier-Elf allemal drin sein.






