Neue Rahmenbedingungen für den TBV Lemgo Lippe

Einheitsball und langfristiger TV-Deal

Zur Saison 2026/27 stehen im deutschen Profihandball zwei wichtige Neuerungen an, die auch den TBV Lemgo Lippe betreffen. Erstmals wird in der Geschichte der Handball-Bundesliga ein einheitlicher offizieller Spielball eingeführt. Sowohl in der 1. als auch in der 2. HBL kommt künftig ligaweit jeweils ein identisches Modell zum Einsatz. Für die Clubs bedeutet das vor allem gleiche Voraussetzungen im Spielbetrieb sowie ein einheitlicheres Erscheinungsbild der Liga.

Bildquelle: Matthias Wieking
Joel Willecke und Co. werden in der nächsten Saison nicht in der EHF European League auflaufen.

Der neue „SELECT Ultimate HBL“ für die Bundesliga präsentiert sich in einem markanten Türkis-Blau-Design und soll Tempo und Dynamik der Liga widerspiegeln. Neben der optischen Aufwertung steht auch die Qualität im Fokus: Der Ball besteht zu einem Teil aus recyceltem Material und verspricht ein konstantes Spielverhalten. Für den TBV bedeutet dies u.a. mehr Vergleichbarkeit im Wettbewerb.

HBL verlängert Partnerschaft mit Medienpartner Dyn vorzeitig

Auch abseits des Spielfelds wurden wichtige Weichen gestellt: Die Handball-Bundesliga hat ihre Partnerschaft mit Medienpartner Dyn vorzeitig bis zur Saison 2031/32 verlängert. Damit bleibt die gewohnte Anlaufstelle für alle Spiele der HBL, der 2. HBL sowie des DHB-Pokals bestehen. Fans des TBV können somit auch in den kommenden Jahren alle Partien live und auf Abruf verfolgen.

Die Verlängerung unterstreicht die positive Entwicklung der vergangenen Jahre. Steigende Zuschauerzahlen und wachsende Reichweiten zeigen, dass der Handball zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt. Für Vereine wie den TBV Lemgo Lippe bedeutet dies eine größere mediale Präsenz und zusätzliche Chancen in der Vermarktung.

Mit dem Einheitsball auf dem Feld und der langfristig gesicherten TV-Präsenz setzt die Liga klare Signale für mehr Professionalität, Wiedererkennbarkeit und Wachstum, Rahmenbedingungen, von denen auch der TBV in den kommenden Jahren profitieren will.

TBV Lemgo Lippe ohne European League in der Saison 2026/27

Der TBV Lemgo Lippe wird in der Saison 2026/27 nicht am internationalen Wettbewerb teilnehmen. Wie aus dem veröffentlichten Teilnehmerfeld der Europäischen Handball-Föderation (EHF) hervorgeht, erhält der TBV keine Wildcard für die EHF European League.

Damit bleibt es bei insgesamt sechs deutschen Teams, die in der kommenden Spielzeit international vertreten sind. Hintergrund ist eine Reform der europäischen Wettbewerbe: Die EHF Champions League wird auf 24 Mannschaften erweitert, die European League künftig mit 32 Teams ausgetragen. Durch die Vergabe der Champions-League-Startplätze an Magdeburg, Berlin und Melsungen standen nur noch drei Plätze für deutsche Teams in der European League zur Verfügung. Einer dieser Plätze ging gemäß den HBL-Durchführungsbestimmungen an den Pokalfinalisten Bergischer HC.

Der TBV hatte sich nach dem fünften Platz in der Bundesliga-Saison 2025/26 berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme gemacht und im Verlauf der vergangenen Wochen vorsorglich die erforderlichen Unterlagen eingereicht. Letztlich fiel die Entscheidung jedoch gegen einen Startplatz.

Für den TBV bedeutet dies nun zumindest Planungssicherheit für die kommende Saison, in der der Fokus vollständig auf den nationalen Wettbewerben liegen wird.

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