Barntruper halten sich mit Solo-Langläufen fit

Bei 1.400 Kilometern winkt ein Fässchen

Ernster Blick von RSV-Coach Daniel Barbarito, der hofft, dass die derzeitige Krise ein baldiges Ende haben wird.

Barntrup (ruko). „Für den Sport ist die augenblickliche Situation einfach beschissen, doch der ist jetzt zweitrangig, die Gesundheit geht einfach vor. Und ich hoffe, dass es jetzt auch der Letzte begriffen hat, dass die geforderten Maßnahmen einzuhalten sind“, so der klare Appell von Daniel Barbarito, Coach des lippischen Bezirksligisten RSV Barntrup.

„Über Corona-Partys kann
ich nur den Kopf schütteln!“

Barbaritio weiß wovon er spricht, hat er doch eine Halbitalienerin zur Frau, die natürlich in engen Kontakt zu ihren Angehörigen in Italien steht. „Dort geht die pure Angst wegen des Coronavirus um. Es herrscht eine Ausgangssperre und man darf vielerorts nur alle zehn Tage einkaufen. Wir können froh sein, dass solch ein Szenarien bei uns nicht herrscht und genau darum müssen wir uns an die Vorgaben halten. Über sogenannte Corona-Partys kann ich nur den Kopf schütteln“, so Barbarito.

Für den Bundeswehrsoldaten Barbarito ist es zurzeit irrelevant wann es in der Liga weiter geht: „Erst wenn diese Krise bewältigt ist, können wir uns wieder intensiver mit der schönsten Nebensache der Welt beschäftigen, zumal es bei diesem derzeitigen shutdown auch richtig um Existenzen geht. Ich als Soldat bekomme pünktlich meine Zuwendungen, doch viele meiner Spieler mussten in Kurzarbeit gehen, müssen aber dennoch ihre Kosten decken. Das sind schon Schicksale, die einen nicht unberührt lassen“.

Kontrolle” per App

Doch auch der RSV-Coach weiß, dass irgendwann wieder der Alltag Einzug halten wird und dann wird auch wieder Fußball gespielt. Ein geregelten Trainingsbetrieb beim RSV wird es vorerst nicht geben. Dennoch steht Barbarito in engen Kontakt mit seinen Schützlingen, die sich mit Solo-Läufen fit halten sollen. „Die Jungs müssen und können sich so fit halten. Das Ganze, natürlich mit Einverständnis der Spieler, kann ich mit einer App kontrollieren und ich habe meiner Mannschaft auch einen Anreiz für ihre Lauferei geboten. Wenn bis Ende April insgesamt 1.400 Kilometer insgesamt vom Team erlaufen wurden, dann spendiere ich ein 50 Liter Fass Gerstenschaft, das dann irgendwann gemeinsam getrunken wird, wenn es die Lage wieder zulässt“, so Barbarito.

Serie steht für Barbarito auf der Kippe

Der RSV-Coach glaubt nicht unbedingt, dass die Serie noch zu Ende gespielt wird: „Ich denke, dass wird schwierig werden. Vielleicht gibt es ja auch Playoff-Runden, die über Auf- oder Abstieg entscheiden, aber ich weiß es natürlich nicht. Oder die Saison wird auf Null gestellt, hat quasi gar nicht stattgefunden, vielleicht die fairste Lösung. Doch eins ist klar, eine faire Lösung für alle wird es wohl nicht geben“.