Wie die Schlacht im Teutoburger Wald zum Mythos wurde

Außergewöhnliche Führung in der Ausstellung Mythos Varusschlacht.

Detmold. Im Jahre 9 n. Chr. hat der Cheruskerfürst Arminius im Teutoburger Wald ein großes römisches Heer des Feldherren Quinctilius Varus vernichtend geschlagen. Da die Germanen keine eigene Schrift entwickelt hatten, wissen wir von den Geschehnissen um die Schlacht allein durch römische Schriftsteller. Allen voran von Tacitus. In seinem Werk „Germania“ beschreibt er die Geographie des Landes und benennt verschiedene Stämme. Er stellt Sitten und Gebräuche vor und lobt ihre ihm zufolge sittliche Lebensweise und das streng geregelte Familienleben. Bewundernd äußert es sich über ihre Tapferkeit im Krieg und ihren Freiheitswillen. Allerdings weist Tacitus auch auf Schwächen hin, wie ihre Trägheit, ihren Hang zu Würfelspiel und übermäßigem Alkoholkonsum. Dichtung oder Wahrheit? Denn der bedeutende römische Historiker und Senator war niemals selbst in diesen Gebieten unterwegs. Seine Darstellungen stützten sich nur auf mündliche Berichte und Senatsakten. Seine Schilderungen aber waren der Grundstock für den sich entwickelnden Mythos um die Varusschlacht im 19. Jahrhundert.
Aber, wer waren denn nun die „Germanen“? Wer die Cherusker? Wie, wann und vor allem warum wurde aus Arminius Hermann? Und wie kam es, dass aus dem historischen Ereignis der Varusschlacht in den vergangenen 500 Jahren ein Mythos wurde? In dieser Führung wird anschaulich dargestellt, wie die Schlacht im Teutoburger Wald im Laufe der Geschichte ausgeschlachtet wurde.
Diese unterhaltsame Führung am Donnerstag, dem 5. Mai, um 17.30 Uhr, ist ein Feierabend der ganz besonderen Art. Die Teilnahme kostet drei Euro zuzüglich Eintritt. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.
Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Eine Anmeldung wird empfohlen: 05231 99250 oder shop@lippisches-landesmuseum.de Eine Online Buchung ist auf der Homepage des Landemuseums jederzeit möglich.