Hexenbürgermeisterhaus: Museumskalender 2027 erschienen

Bildquelle: Stadt Lemgo
Der angebliche „Folterkeller“ und der Umgang mit der historischen Hexenverfolgung blieb lange Zeit ein zentrales Thema. Ab den 90er Jahren wird vermittelt, dass das Hexenbürgermeisterhaus nie einen authentischen Folterkeller hatte.

Lemgo. Der bereits traditionell beliebte Kalender des Museum Hexenbürgermeisterhaus für 2027 ist erschienen. Diesmal dreht sich das Museum darin ganz schön um sich selbst. Doch bei einem gerade absolvierten Jubiläum einer 100-jährigen Geschichte als Museum ist dies spannend genug. Der Kalender ist passend zur aktuellen Sonderausstellung „100 Jahre – 1000 Fragen – gemeinsam antworten“ erschienen und ermöglicht insbesondere die Ausstellungsinhalte zur Museumsgeschichte festzuhalten. So erzählt der Kalender beispielsweise, dass es das Museum eigentlich nur wegen eines Streites in den Jahren 1910/11 gibt. Die Eigentümerfamilie plante 1910, die prachtvolle Weserrenaissance-Fassade des Hexenbürgermeisterhaus abzubauen und meistbietend zu verkaufen. Aufgrund von Protest kaufte die Stadt Lemgo das Haus und entschied, dort ein Museum einzurichten – bis zur Umsetzung vergangen jedoch noch über 14 Jahre. Der Kalender ist neben dem Museumsshop unter anderem in der Buchhandlung Pegasus für 12 € zu erwerben. Die Auflage ist begrenzt.

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