Stadtmauer Blomberg wird saniert – Zwei Bäume müssen weichen

Die Linde (rechts hinter der Mauer im Bild) drückt mit ihrem Wurzelwerk an die Stadtmauer, deshalb ist diese in diesem Bereich ausgebuchtet. Nach reiflicher Überlegung haben sich Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast (r.), Blombergs Bürgermeister Klaus Geise und Doris Zentlaff, Untere Denkmalschutzbehörde bei der Stadt Blomberg, entschieden, die Linde und einen weiteren Baum, eine stark geschädigte Esche, fällen zu lassen.

Ersatzbäume werden baldmöglichst gepflanzt –

Blomberg/Lemgo. Die historische Stadtmauer Blombergs ist ein wichtiger Mosaikstein im einzigartigen Ambiente der Altstadt. Sie zu erhalten hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt. Demnächst werden drei Abschnitte der Sanierung der Mauer in Angriff genommen. Dafür muss der Landesverband Lippe auch zwei Bäume entfernen lassen.
„Wir haben im Zuge der Fortschreibung des STEK 2019 beschlossen, unsere unter Denkmalschutz stehende Stadtmauer sukzessive zu sanieren und für nachfolgende Generationen zu erhalten“, erläutert dazu Klaus Geise, Bürgermeister der Stadt Blomberg. Die Arbeiten wurden in mehrere Abschnitte aufgeteilt, drei dieser Abschnitte geht die Stadt nun im Herbst 2020 an. „An der alten Bastion am Pideritplatz 5, in der äußersten Spitze neben der Zufahrt zur Burg Blomberg, droht die Mauer einzustürzen, weil hier die Wurzeln der beiden dort wachsenden Bäume einen Teil der Mauer beschädigen.“ Betroffen sind eine Linde und eine Esche, deren Wurzeln im Laufe der Jahre tief eingewachsen sind. Die Mauer, die schon seit einiger Zeit unter Beobachtung steht, weist hier erhebliche Risse, Ausbauchungen und Überhänge auf. Weil die Bäume auf dem Gartengrund-stück des Alten Amtshauses stehen, holte Geise den Landesverband Lippe als Eigentümer mit ins Boot.
„So alte Bäume mit entsprechender Größe fällen zu lassen, kommt für den Landesverband nur ausnahmsweise in Betracht. Wir haben ein entsprechendes Gutachten von einem Baumsachverständigen anfertigen lassen und mussten akzeptieren, dass die Mauer aufgrund des starken Wurzelwachstums tatsächlich akut einsturzgefährdet ist“, berichtet Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast. „Hinzu kommt, dass die Esche vom Eschentriebsterben massiv geschädigt und nicht mehr verkehrssicher ist.“ Die Bäume werden deshalb am heutigen Donnerstag gefällt, die Mauer wird dann an dieser Stelle entsprechend saniert. Ersatz wird geschaffen, versprach Geise: „Wir werden baldmöglichst standortgerechte Bäume, u.a. fünf neue Obstbäume am Weinberg, pflanzen las-sen.“
Gleichzeitig werden auch Arbeiten an der Mauer der alten Meierei durchgeführt. Für die Arbeiten in diesem Bereich müssen sukzessive Parkplätze entlang der Brinkstraße sowie Teilbereiche des Parkplatzes an der Alten Meierei im Zeitraum von dieser Woche an bis zum 31. Dezember 2020 abgesperrt werden. „Auch die Mau-er am Schweigegarten wird nun saniert, hier ist schon ein Teilbereich eingestürzt“, benennt Geise den dritten Abschnitt. Insgesamt kostet die Sanierung der drei Abschnitte 650.000 Euro. „Für unseren Eigenanteil als Kommune konnten wir Fördergelder des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgreich einwerben“, so Geise abschließend.

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