Kreisliga A: Abstiegskampf pur

Die rotschwarzen Fahnen wehen: Kevin Elsner (l.) und der RSV Barntrup stehen kurz vor dem Titelgewinn. Bei dem Auswärtsspiel in Schötmar werden sicherlich wieder viele RSV-Fans, wie auch schon beim Spiel in Asemissen (Foto), vor Ort sein.

RSV vor dem Titelgewinn – Auch Relegationsspiele sind möglich

Lemgo (ruko). Spannend geht es auch weiterhin am letzten Spieltag in der Lemgoer Fußball-Kreisliga A zu. Im Bezug auf die Meisterschaft zweifelt eigentlich niemand mehr daran, dass es der RSV Barntrup schaffen wird. Der Tabellenerste bestreitet sein letztes Spiel beim Tabellenletzten TSV Schötmar und hätte mit einem Sieg den Titel sicher. Bisher steht erst eine Entscheidung in der Liga A steht fest, die des Abstiegs vom TSV Schötmar. Weitere zwei Absteiger werden gesucht. Vier Teams müssen sich in dieser Beziehung noch ernsthafte Sorgen machen, wobei es letztendlich theoretisch auch noch zu einem Relegationsspiel oder zu einer Relegationsrunde kommen könnte, um einen Absteiger zu ermitteln. Alle Partien werden am kommenden Samstag. 8. Juni, um 15 Uhr angepfiffen.

 

 

Aus eigener
Kraft


Aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen können der TSV Kirchheide und der TuS Brake, die ihre Spiele nur gewinnen müssen. Beide Teams müssen in Auswärtsspielen ran. Brake hat dabei die schwere Aufgabe beim TuS Lipperreihe vor der Brust, der ja jüngst den „Fastmeister“ TuS Asemissen vom Tabellenthron stürzen konnte. Die Lipperreiher wollen sich natürlich anständig und mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden. „Meine Mannschaft muss nach der 2:6-Niederlage jetzt am kommenden Samstag unbedingt eine Reaktion zeigen. Wir haben es in eigener Hand alles klar zu machen, das sollte meine Jungs bis in die Zehenspitzen motivieren. Wichtig wird sein, dass wir unsere Defensive stabilisieren“, so Brakes Coach Axel Wehmeier, der hofft, dass Robin Schulz und Oliver Isaak wieder am Start sein werden. Zudem hofft Wehmeier auf das Gesetz der Serie, konnte seine Mannschaft in den vergangenen Partien gegen Lipperreihe doch immer punkten. Die Bräker wollen sich am Samstag schon früh treffen und werden wohl mit einem Bus die Reise nach Lipperreihe antreten.

 


Erst Abstiegskampf
dann Kreispokalfinale

 


Ähnlich die Situation wie bei den Bräkern ist sie auch beim TSV Kirchheide, der mit einem Sieg bei der SG Bentorf-Hohenhausen auch alles klar machen könnte. Die SG geht in personeller Hinsicht mehr als auf dem Zahnfleisch, hat die vergangenen fünf Spiele allesamt verloren. „All das sollte uns nicht interessieren, den angeschlagene Boxer sind immer gefährlich“, so Kirchheides Obmann Gerry Zachert, der hofft, dass seine Mannschaft erneut so einen leidenschaftlichen Auftritt wie im vergangenen Spiel gegen Kalldorf hinlegen wird. In personeller Hinsicht sieht es nicht schlecht aus beim TSV. TSV-Coach Andre Plass dürfte soweit alle seine Spieler an Bord haben. Schon am Pfingstmontag muss der TSV erneut ran, das Kreispokalendspiel gegen den TSV Oerlinghausen steht an. Die Partie wird um 15.30 Uhr auf dem Kalkofen in Oerlinghausen angepfiffen. „Sicherlich eine terminlich unglückliche Ansetzung für uns. Hinzu kommt, dass wir als Klassenniedriger bei einem Klassenhöheren antreten müssen“, äußert Zachert wohl berechtigtes Unverständnis für die Ansetzung dieses Finals.

 

3. Sieg in
Folge soll her

 


Auf Schützenhilfe im Kampf gegen den Abstieg sind die Teams des TuS Bexterhagen und das der SG Kalldorf angewiesen. Bexterhagen ist beim TSV Oerlinghausen zu Gast, muss dieses Spiel gewinnen und hoffen, dass die Konkurrenten patzen. „Meine Mannschaft dürfte für dieses Spiel motiviert sein, will nach zwei Siegen in Folge nun auch den dritten Erfolg einfahren“, so TuS-Trainer Frank Warbende, der soweit alle Mann an Deck haben wird. Die Oerlinghausener konnten den Klassenerhalt am vergangenen Spieltag mit einem Sieg in Brake perfekt machen, wollen die Serie gerne mit einem weiteren Erfolg beenden.

 

„Auf ein
Wunder hoffen!“

 

„Wir wissen, dass wir am Samstag auf ein Wunder hoffen müssen. Aber Wunder gibt es bekannterweise immer wieder. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, das Spiel gegen Aspe gewinnen und dann wird uns hoffentlich der Fußballgott gnädig sein“, so Kalldorfs Coach Stephan Brill vor der Heimpartie gegen den SV Werl-Aspe. Brill kann in personeller Hinsicht aus dem Vollen schöpfen.

 

„Nichts ist
entschieden!“

 


Kurz vor dem Titelgewinn dürfte der RSV Barntrup stehen, der beim TSV Schötmar zu Gast sein wird. Ein Sieg würde den „Roten Teufeln“ den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga bescheren. „Alle meinen, die Sache wäre schon entschieden. Dass sehen wir aber nicht so, da haben wir selbst schon so unsere Erfahrungen gemacht. Einst war sich Erkeln sicher den Titel am letzten Spieltag einzufahren. Die Meistercabrios waren schon bestellt und dann konnten wir sie doch noch abfangen“, warnt RSV-Kapitän Oliver Sölter. „Wir werden deshalb keine großen Vorbereitungen auf eine Meisterfeier treffen. Für uns steht dieses letzte Saisonspiel im Fokus. Wir werden uns unter der Woche akribisch auf diese Partie vorbereiten und am Samstag alles geben, um den Titel einzufahren“, so Sölter weiter. Bis auf Jakob Funk und Jan Hoffmann müssten die „Teufel“ komplett sein. Der TSV spielte in den vergangenen Matches frei auf, würde den Barntrupern natürlich gerne noch ein Bein stellen. Im Barntruper Lager wird überlegt mit einem Bus die Reise nach Schötmar anzutreten.


„Wir sind
keine Tagträumer!“

 

Dass der TSV dem RSV ein Bein stellt, darauf hofft man im Asemisser Lager. Der TuS muss sein letztes Saisonspiel beim TuS Leopoldshöhe absolvieren. „Wir wissen natürlich, dass der Titel so gut wie futsch ist. Wir sind keine Tagträumer. Wir haben es letztendlich sportlich einfach nicht geschafft, den Titel zu holen hätten wohl beide Mannschaften. Der RSV und auch wir haben eine sehr gute Saison gespielt. Blöd ist nur, dass wir im vorletzten Spiel der Serie unsere erste Niederlage in dieser Saison einstecken mussten, die uns wohl den Titel kosten wird“, so Asemissens scheidender Coach Florian Müller, der in der kommenden Saison von Carsten Skarupke beerbt wird. „Für mich hat zurzeit meine Familie Priorität“, begründet Müller, der vor sieben Wochen zum zweiten Mal Vater wurde, sein Ausscheiden beim TuS.

In allen anderen Partien des 30. Spieltages geht sicherlich noch um einige Positionskämpfe, doch meistens einfach nur noch um die „Goldene Ananas“. Die Teams freuen sich auf die Pause und die geneigten Fans des Lokalfußballs dürfen sich in der kommenden Saison auf eine megastarke A-Liga freuen, die es in sich haben wird.

 

30. Spieltag, Samstag, 8. Juni

Oerlinghausen II – TuS Bexterhagen
TuS Lipperreihe – TuS Brake
TuS Leopoldshöhe – TuS Asemissen
TSV Schötmar – RSV Barntrup
TuS Sonneborn – VfL Lüerdissen
TuS Ahmsen – TBV Lemgo II
SG Kalldorf – SV Werl-Aspe
SG Bentorf/H. – TSV Kirchheide