Lüerdissen schlägt Brake mit 3:2 (2:0)-Toren

„Wie der Maulwurf aus der Sendung mit der Maus!“

Lemgo/Lüerdissen (ruko). Mit 3:2-Toren gewann der VfL Lüerdissen das Stadtderby gegen den TuS Brake, der weiterhin das Schlusslicht der Tabelle bildet.

Zweikampf vor maskierter Zuschauerkulisse zwischen Brakes Andre Kirsch und Lüerdissens Dominic Linnenbrügger.

Der VfL fand gut ins Spiel, ging nach 18 Minuten durch Lehmeier, nach Vorlage von Linnenbrügger, mit 1:0 in Führung. Brake spielte nicht schlecht mit, kam aber zunächst zu keinen Möglichkeiten. In der 23. Minute erhöhte der Gastgeber auf 2:0 durch Klocke. Erneut war es Linnenbrügger, der die Vorarbeit leistete. In der 35. Minute Pech für die Gäste, als ein Schuss noch so gerade eben von der Torlinie gekratzt wurde. Kurz zuvor zappelte der Ball erneut im Braker Tor, doch der Schiri erkannte den Treffer von Lehmeier nicht an.

Nach dem Wechsel spielten die Gäste weiter gut mit, doch erneut traf der VfL. Jan Batzer zog aus 25 Metern ab (71). „Ein Slapstick Tor. Ein relativ harmlosen Schuss, leichte Beute für unseren Keeper. Aus dem Nichts setzte der Ball auf einmal auf und sprang auf, als ob der Maulwurf aus der Sendung mit der Maus frische Luft holen wollte, und segelte über den Torhüter. Da war der Drops natürlich gelutscht“, beschreibt Brakes Geschäftsführer Michael Berge den Treffer. Der Drops war dann aber doch noch nicht ganz gelutscht. Der TuS warf nochmal alles nach vorne und in der 90. Minute konnte Nils Kerkhoff auf 3:2 verkürzen. Der VfL wurde kurz nochmal nervös, doch ein weiterer Treffer sollte in dieser Partie nicht mehr fallen.

„Mein Fazit zum Spiel beim VfL Lüerdissen fällt trotz der Niederlage positiv aus. Das war ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Lüerdissen. Der 2:0-Pausenstand doch etwas schmeichelhaft. Wir müssten eher den Anschlusstreffer machen. Leider hat es nicht mehr zum Punktgewinn gereicht. Sehr ärgerlich. Die Mannschaft hat ein top Spiel abgeliefert, sehr diszipliniert gespielt und nie aufgegeben nach dem Rückstand. Absolut kein Vorwurf, eher eine Anerkennung von meiner Seite. Darauf lässt sich aufbauen“, so Berge.

„Brake hat das heute gut gemacht, hat alles in dieses Spiel reingelegt. Wir waren am Ende zu nachlässig. Dennoch, der Sieg geht in Ordnung“, so Lüerdissens Sportlicher Leiter Willi Wollbrink.

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