Salonkomödie in der Konzerthalle Bad Salzuflen

Bildquelle: Dietrich Dettmann
Genauso tempo- und pointenreich wie erheiternd und köstlich absurd ist die Salonkomödie „Einszweiundzwanzig vor dem Ende“ mit Heiko Rupprecht.

Bad Salzuflen. Einsam, schüchtern, mit fast 40 Jahren noch immer ungeküsst, ist Bernhard (Heiko Ruprecht) entschlossen, sich umzubringen, weil er das Gefühl hat, sein Leben verpasst zu haben. Da klopft es an der Tür. Ein Mann (Jan Messutat) mit Schnurrbart, Rollkragenpullover und Pistole steht davor und zielt auf den überrumpelten Bernhard. Es ist der Tod in Person, der heute seinen ersten Arbeitstag hat und Bernhard abholen will. Das ist allerdings nicht so einfach, denn der Tod agiert ziemlich ungeschickt und unprofessionell. Wenngleich der seltsam schrullige Möchtegern-Mörder zögert, ermutigt ihn Bernhard geradezu. Es entwickelt sich dem Besucher und Bernhard ein absurder Dialog voller Witze und Kalauer um die Gründe für den Freitod des einen und die Anwesenheit des anderen; beide vermasseln jedoch den geplanten Selbstmord.
Die bissig entlarvende Salonkomödie von Matthieu Delaporte, aufgeführt am 16. Mai (Freitag) 2025, ab 20 Uhr, in der Konzerthalle Bad Salzuflen, ist tempo- und pointenreich sowie genauso erheiternd und köstlich absurd. Und nach einer Stunde und 22 Minuten weiß das Publikum, wofür es sich zu leben lohnt.
In der Hauptrolle ist Heiko Ruprecht zu erleben, bekannt aus der TV-Serie „Der Bergdoktor“, in der er Hans Gruber spielt.

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