Bildquelle: Stadt LemgoLemgo/Lieme. Jeden fünften Tag ist die größte Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Lemgo im vergangenen Jahr ausgerückt, um den Menschen in Lieme und darüber hinaus zu helfen. Damit das auch zukünftig so zuverlässig klappt, gab es in der vergangenen Woche den Spatenstich für das neue Gerätehaus des Ortsteils. Neben einem besseren Standort wird der Neubau auch den Platz bieten, der am alten Standort fehlt. „Für Lieme bedeutet die Löschgruppe mehr als ‚nur‘ Brandbekämpfung“, sagte Bürgermeister Markus Baier beim Spatenstich. „Genau wie in den anderen Ortsteilen bedeutet sie auch Dorfleben und Gemeinschaft. Gleichzeitig spielen hier das Industriegebiet und die Nähe zur Ostwestfalenstraße eine große Rolle. All das müssen wir bei einem solchen Projekt berücksichtigen, um dem Bedarf vor Ort gerecht zu werden und auch um unser Schutzkonzept mit Leben zu füllen.“ Für den Bau zeichnet das Architekturbüro BothmerHübner aus Südheide verantwortlich, von städtischer Seite begleitet Architekt Norman Rackisch von der Gebäudewirtschaft Lemgo in Bauherrenfunktion die Arbeiten.
Platz für fünf Einsatzfahrzeuge
Der eingeschossige Neubau wird nach modernen Anforderungen und Vorgaben umgesetzt. Optisch unterscheiden sich die Fahrzeughalle und der Wachbereich vor allem durch die Dachhöhe und durch Isopaneel bzw. Klinker an der Außenwand. Für den Effizienzhausstandard 40 gibt es unter anderem eine Photovoltaikanlage, einen Fernwärmeanschluss und eine Holzrahmenbauweise. Im Weiß-Bereich des Gebäudes finden geschlechtergetrennte Umkleideräume und Sanitäranlagen, Küche und Vorratsraum, Schulungsraum, Multifunktionsraum, Lagerräume, Technikraum und mehr Platz. In der Fahrzeughalle ist Platz für fünf Einsatzfahrzeuge. Die Lüftungsanlage hat eine Wärmerückgewinnung, der Wachbereich eine Fußbodenheizung. In der Fahrzeughalle gibt es einen Deckenlufterhitzer und eine Absauganlage für die Fahrzeugabgase. Das Gerätehaus kann durch die Stadtwerke mit Notstrom versorgt werden, um im Fall der Fälle als Leuchtturm eine Anlaufstelle für die Liemer zu sein. Die Gesamtkosten für den Bau liegen bei etwa 4,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.








