Hauptrundensieger gegen den Hauptrundenzweiten: Im Play-off-Finale um die Deutsche Meisterschaft kämpfen die Blombergerinnen gegen den BVB. Das NRW-Duell um den Titel der Handball Bundesliga Frauen startet am Sonntag um 16:30 Uhr in der Sporthalle Wellinghofen mit der ersten von mindestens drei Finalpartien. Die Auswärtspartie der HSG wird wie gewohnt bei Dyn und Sporteurope.TV übertragen.
Bildquelle: Timon PetersNRW-Duell im Kampf um die Schale
Die Meisterschale wird ihren Weg auf jeden Fall nach Nordrhein-Westfalen finden. Noch im letzten Jahr duellierten sich beide Teams um das Finalticket. Dabei unterlag die HSG zwar im ersten der drei Halbfinalspiele in der Sporthalle Wellinghofen, konnte sich aber durch Erfolge im Heimspiel und im dritten Spiel in Dortmund schließlich durchsetzen und sich am Ende als Vizemeister betiteln.
Auch in dieser Spielzeit trafen beide Teams bereits aufeinander: Den Auftakt machte dabei im August der Nelken-Cup in den Vorbereitungen beider Mannschaften. Im Januar verloren die Blombergerinnen dann beim BVB und mussten die bis dahin besetzte Tabellenführung abgeben. Auch im Halbfinale um den DHB-Pokal beim Haushahn Final4 zog das Team von Steffen Birkner den Kürzeren, als sich die Dortmunderinnen um Alina Grijseels am Ende zu Pokalsiegerinnen krönten.
Die Tabellenführung und vielleicht den entscheidenden Heimvorteil erkämpfte sich die HSG dann aber Anfang April zurück: In einem furiosen Spitzenspiel blieben die Blombergerinnen vor einer ausverkauften Ulmenallee eiskalt und siegten schlussendlich mit 33:31. Damit sicherten sie sich den Hauptrundensieg und dürfen nun die beiden entscheidenden Spiele an der Ulmenallee austragen.
Fokus auf Wellinghofen
Zunächst gilt der Blick aber nach Dortmund. Der BVB konnte sich zweimal knapp, aber ohne ein drittes Spiel gegen den Tabellendritten HSG Bensheim/Auerbach durchsetzen. Mit jeweils zwei Toren Vorsprung gewann Henk Groener, der gegen die HSG seine letzten Spiele als BVB-Trainer begleitet, gegen die Flames und sicherte sich mit zwei Siegen bereits das Finalticket.
So konnte der Pokalsieger und Champions-League-Teilnehmer am vergangenen Wochenende den Kantersieg der Blombergerinnen gegen den Thüringer HC verfolgen. Bereits zur Pause führte die HSG mit 19:10 gegen den amtierenden EHF European League Sieger und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand nehmen.
Die HSG nimmt damit zum zweiten Mal in Folge am Finale um die Meisterschaft teil und wird durch den Pokalsieg der Dortmunderinnen auch im August beim Rexel Super Cup in München auf den BVB treffen.
In der Sporthalle Wellinghofen will sich die HSG eine gute Ausgangslage für die danach in Blomberg stattfindenden Spiele erkämpfen. Besonderer Fokus wird – wie auch in den vergangenen drei Pflichtspielpartien – auf der Rückraumqualität der Dortmunderinnen liegen. Mit Alina Grijseels, Dana Bleckmann, Alieke van Maurik, Guro Nestaker und Deborah Lassource kommt eine enorme Torgefahr auf die beste Bundesliga-Defensive der Liga zu. Nur 480 Gegentore verbuchte die HSG in der Hauptrunde der Liga, während der BVB mit 702 Treffern die beste Offensive stellt. Dabei kommen allein Grijseels, Bleckmann und Nestaker als Top-3-Torschützinnen zusammen auf 288 Treffer.
Stimme zum Spiel:
Farrelle Njinkeu blickt auf die erste Finalpartie: „Wir freuen uns immer noch riesig über den Finaleinzug. In Dortmund wird es darauf ankommen, vorne unsere Tore zu machen, eine gute Abwehr zu stellen und unsere technischen Fehler zu minimieren. Das Finale um die Deutsche Meisterschaft bei den Frauen ist noch einmal etwas anderes, als in der Jugend um den Titel zu kämpfen. Darauf freue ich mich sehr!“


