Geseke. Im absoluten Kellerduell der TT-Verbandsliga konnte der TuS Bexterhagen die Euphorie nach dem Sieg gegen die Brackweder mitnehmen in die alte Sargfabrik. Der Spielort der Geseker ist eine umgebaute 74 Jahre alte Fabrik mit einem tollen roten Fussboden und schönem Clubraum.
Normalerweise ist es den Profis aus Düsseldorf vorbehalten auf diesem Fussboden zu spielen. In der gut gefüllten Halle bekamen die Zuschauer heiß umkämpfte und hochklassige Spiele zu sehen. Bereits in den Doppeln musste man alles geben, um nicht schnell ins Hintertreffen zu gelangen. Hoch motiviert gingen Korf/Watermann zu Beginn der Partie an die Platte und überzeugten beim 3:0 mit gutem Angriffsspiel.


Wüstenbecker/ Kurowski mussten dann dem Spitzendoppel Korff/Schuy beim 1:3 gratulieren. Das bewährtes TuS-Dreier Doppel zeigte dann nochmal nach anfänglichen Schwierigkeiten ihr ganzes Können und konnte mit dem 3:2 Sieg die erhoffte 2:1 Führung nach den Doppeln erzielen.


In den Einzeln gelang Bernd Wüstenbecker eine gelungene Vorstellung gegen den Spitzenspieler Schuy der sich enorm strecken musste, um in fünf Sätzen zu gewinnen. Jonas Korf musste dann in seinem ersten Einzel gegen seinen Fast Namensvetter in eine 0:3-Niederlage einwilligen. Besonders zu Beginn der Begegnung war Jonas doch einige Male nach Netz und Kantenbällen seines ansonsten stark spielenden Gegners chancenlos.

Vorsprung wieder futsch


Der Vorsprung war also schon wieder futsch und die Mitte ging an die Tische. Quierlig und temporeich agierte der Geseker Polak gegen einen sichtlich überraschten Thomas Reinhardt. Im fünften Satz ging es immer wieder in lange Ralleys die leider zu oft vom Geseker gewonnen wurden. Das war das 2:4 und Uli Watermann hatte es am Nebentisch mit einem Linkshänder zu tun, der ihn im ersten Satz immer wieder überraschte und ins Leere laufen ließ. Mit zunehmender Spieldauer aber konnte Uli seine ganze Erfahrung einbringen und letztendlich doch sicher mit 3:1 gewinnen.

Etwas glücklos agierte Bexterhagens Jonas Korf in Geseke.


Im dritten Paarkreuz mussten nun Woijciech Kurowski und Jo Jo Meyer zu Wendischhoff ihr ganzes Können in die Waagschale werfen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Wojciech zeigte in diesem Spiel gegen einen jungen Abwehrer seine ansteigende Form und zerlegte ihn letztendlich beim 3:1 sicher. Jo Jo Meyer zu Wendischhoff hatte am Nachbartisch mit seinem konsequenten Blockspiel das Spiel im Griff und konnte ebenfalls den wichtigen Punkt für uns machen so dass es nun 5:4 für die Lipper stand.


Die zweite Einzelrunde sollte für enorme Spannung sorgen denn nun ging es im oberen Paarkreuz heiß her. Der heute etwas glücklos agierende Jonas Korf musste dem Spitzenspieler Schuy beim 0:3 gratulieren. Da fehlte doch die entscheidende Spielidee, um das Match zu gewinnen. Ganz anders dagegen Taktikfuchs Bernd Wüstenbecker. Er ließ dem Geseker Angriffsspieler mit immer wieder überraschenden Attacken keine Chance und konnte im fünften Satz zwar knapp aber verdient gewinnen. Das war wichtig denn nun hieß es 6:5 für den TuS.


Im mittleren Paarkreuz mussten Thomas Reinhardt und Uli Watermann dann nochmal konzentriert zu Werke gehen, denn mit zwei Siegen wäre schon ein Unentschieden geschafft. Tatsächlich schafften es beide ihre Spiele für sich zu entscheiden und mit der nötigen Ruhe und Spielstärke krönte Woijciech Kurowski seine spielerische Leistung mit seinem zweiten Einzelsieg gegen einen furios kämpfenden Gegner mit 3:1.


Es war vollbracht und die rote Laterne blieb zurück in den Katakomben der Sargfabrik. TuS-Teamsprecher Uli Watermann war voll des Lobes und meinte: „In dieser besonderen Halle mit einem interaktiv agierenden Heimpublikum war es nicht immer leicht sich so zu konzentrieren. Aber Teamgeist, Nervenstärke und eine gute Bank brachten uns heute den notwendigen Abstand zum Gegner“.

Das nächste Heimspiel steht bereits am nächsten Samstag, 20.11., in Wülfer um 18 Uhr dem Spielplan und mit dieser mannschaftlichen Geschlossenheit ist für den TuS auch gegen Hiltrup ein Sieg möglich. „Wir freuen uns wieder auf Fans, die uns dabei unterstützen“, so Watermann.