Prof. em. Matitjahu Kellig

Lemgo. Am Sonntag, dem 30. Oktober 2022, führt der Landesverband Lippe die fünfteilige Veranstaltungsreihe „Staunen Lernen Trauern – Konzerte im Rahmen des Jubiläumsjahres 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ fort. Ab 19.00 Uhr laden Prof. em. Matitjahu Kellig, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, und Kirchenmusikdirektor Johannes Vetter, Organist der Evangelisch-Lutherischen Marienkirche Stiftberg zu Herford, zu einem Klavierabend in den Freiraum des Weserrenaissance-Museums in Lemgo-Brake ein.
Matitjahu Kellig ist emeritierter Professor für Klavier an der Hochschule für Musik in Detmold und hat sich durch zahlreiche Konzerte in aller Welt um die Verbreitung jüdischer bzw. israelischer Musikkultur verdient gemacht. Durch die Verbindung mit Werken des klassischen europäischen Erbes erweist er sich als Verfechter der Völkerverständigung. Er ist Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold. Als eloquenter Diskutant versteht er es, im Anschluss an seine Konzerte fruchtbare Dialoge über „Gott und die Welt“ zu initiieren.
Bei seinem Konzert am 30. Oktober stellt er Bearbeitungen von Werken Johann Sebastian Bachs den Werken israelischer Komponisten gegenüber. Im Anschluss kommt Johannes Vetter mit Matitjahu Kellig ins Gespräch über dessen künstlerische und politische Intentionen, über seine „Wanderwege zwischen den Welten“ und schließlich über die Frage, warum jemand, der nicht an Wunder glaubt, kein Realist sein kann.
Der Eintritt beläuft sich auf 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.
Karten online , beim Kartenservice der „Lippischen Landes-Zeitung“ oder an der Abendkasse.