Atelier “Neues Tor” öffnet in Lemgo

(v.l.): Gudrun Frenzel (Wirtschaftsförderung), Wolfgang Jäger ( Lemgo Marketing), Lysann Rehberg (Leiterin des Bereichs Kultur), Bildhauer Roland Höft und Josephine Garbe (Stipendiatin für Junge Kunst).

Neues Leben in alter Werkstatt. In die Sauerstraße 17 (Zugang Parkplatz Neues Tor) ist seit Januar wieder Leben eingekehrt. Der Lemgoer Bildhauer Roland Höft öffnet das Atelier „Neues Tor“ als Raum für kunstinteressierte Bürger und Künstler.
Die Anmietung der ehemaligen Werkstatt durch den Bildhauer Roland Höft wird unterstützt durch das Sofortprogramm Innenstadt der NRW Landesregierung. „Eine einzigartige Chance dieses Atelier mitten in der Innenstadt als Werk- und Ausstellungsraum zu etablieren und einem breiten Publikum Kunst und Kultur niederschwellig nahezubringen“, freut sich Roland Höft.
So sieht das Konzept die Nutzung von Erdgeschoss und Innenhof im Rahmen eines offenen Ateliers vor. Der freischaffende Künstler Roland Höft präsentiert nicht nur vollendete Skulpturen, sondern bietet Interessierten auch Partizipation an den Entstehungsprozessen an. Beginnend von der Ideensammlung, der Erstellung von Skizzen, die Gestaltung von Modellen, die Digitalisierung der künstlerischen Arbeit, Transformationsprozesse bis hin zur fertigen Skulptur.
Wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist die Öffnung des Werkstattateliers als Ort des Austausches und der Begegnung von Kunst- und Kulturschaffenden sowie Kunstinteressierten. Wechselnde Ausstellungen, Galerie, Sharing- und Co-Artist-Space, Workshops, Symposien, u.a. stellen die Möglichkeiten der Nutzung sowohl für Gastkünstler als auch für Besucher dar. Gleichzeitig ist dieses Kunstraumkonzept bewusst als offener und permanenter Gestaltungsprozess zu verstehen.
Mithilfe des Förderprogramms gewinnt die Alte Hansestadt Lemgo einen neuen innerstädtischen Ort, der den kulturellen Austausch stärkt und vorhandene Netzwerke ergänzt – eine Wiederbelebung von Stadtkultur. Auch der Verein „Forward“, eine Initiative für Subkultur in Lemgo, habe das neue Atelier
schon besucht.

Eröffnung am 7. März

Die Leiterin des Bereichs Kultur und Tourismus der Alten Hansestadt Lemgo Lysann Rehberg freut sich über das neue Angebot, welches nun im Bereich des Neuen Tors entsteht: „Hier entsteht ein Kunstquartier in der Innenstadt, das Kooperationen der örtlich ansässigen Künstler und Künstlerinnen erleichtert und über die bildende Kunst hinaus auch andere Zielgruppen erreichen kann, zum Beispiel durch spartenübergreifende Veranstaltungen oder Angebote der kulturellen Bildung.“
Direkt nebenan befindet sich das Atelierhaus, welches den Stipendiaten für Junge Kunst der Alten Hansestadt Lemgo und der Staff Stiftung Lemgo zur Verfügung gestellt wird. Derzeit wird das Atelierhaus von der Stipendiatin Josephine Garbe genutzt und auch sie ist begeistert von dem neuen Atelier in direkter Nähe. Zudem ist auch das Atelier von Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin Carolin Engels, in der Echternstraße 72, Teil des „Kunstquartiers“.
Auch Lemgo Marketing-Geschäftsführer Wolfgang Jäger freut sich über das neue Atelier: „Das Atelier Neues Tor wirkt sich als neues Kulturangebot imagefördernd auf die Lemgoer Kulturszene aus. Außerdem schafft das Atelier zusätzliche Aufenthaltsqualität und eine gute Vernetzung, da der Austausch von Kunstinteressierten durch diese neue Anlaufstelle weiter gefördert wird.“
Nachdem nun auch die Restaurierung des „alten“ Werkstatttores abgeschlossen ist, wird das Atelier „Neues Tor“ ab Montag, den 7. März 2022, geöffnet. „Wir wollten bewusst den alten Charme der Werkstatt erhalten, auch wenn der Name anderes vermuten lässt“, schmunzelt Roland Höft.
Zwischenzeitlich dürfen sich Künstler zum kreativen Gedankenaustausch über weitere kooperative Konzepte gerne melden.

Die Öffnungszeiten des Ateliers Neues Tor sind dienstags bis freitags von 10–12 Uhr und von 14–16 Uhr und nach vorheriger telefonischer Absprache mit Roland Höft unter 0171 4812889, über die Website oder info@atelierhoeft.de. Die Öffnungszeiten zu Ausstellungen und Events werden separat veröffentlicht.