DonVoß-Notelf holt auswärts einen Punkt

Ostbevern. Das hatte sich FC-Coach Roland Szymkowiak sicherlich anders vorgestellt: mit nur 12 Aktiven musste er zum BSV Ostbevern fahren –  neben seinen drei Langzeitverletzten standen  gleich sechs weitere seiner Spielerinnen wegen Verletzung, Krankheit und Urlaub nicht zur Verfügung, darunter mit Anika Schlosser auch die Torhüterin. So mussten aus der 2. Mannschaft auch Laura Brand, Jaqueline Schmid und Torfrau Lucie Buller, die noch nie in der 1. Mannschaft gespielt hatten, die Reise ins Münsterland mit antreten. Auf der Ersatzbank saß mit Amelie Böttcher eine Spielerin, die wegen eines Auslandspraktikums die letzten vier Monate gar nicht gespielt hatte. Unter diesen Umständen muss man das 1:1 und den damit verbundenen Punktgewinn sicherlich als bemerkenswert bezeichnen.

Die FC-Ladies schwören sich auf das Spiel ein.

Die DonVoß-Ladies wollten aus einer sicheren Abwehr heraus operieren und hatten vorne lediglich Selin Aylin Kartin als Sturmspitze aufgeboten, die aus dem Mittelfeld heraus unterstützt werden sollte. Viele Chancen eröffneten sich vorne dabei in der ersten Hälfte nicht, die Abwehr stand jedoch hinten gut – bis auf einen Angriff unmittelbar vor der Pause, als gleich zwei FC-Abwehrspielerinnen an einer flachen Hereingabe von außen vorbeisegelten und Ostbeverns Annika Bröcker zum 1:0 einschieben konnte.

Abstiegsränge verlassen

Nach der Pause dauerte es nur drei Minuten, bis der FC einen Freistoß zugesprochen bekam, den FC-Urgestein Jana Wiemann-Großpietsch aus gut 20 Metern unter die Latte versenkte. Dies schien die gesamte Mannschaft zu beflügeln, denn sie spielte fortan mutiger nach vorne und hatte u.a. zwei Riesenchancen durch Marina Heidebrecht, die das Tor jeweils nur um Zentimeter verfehlte. In der Abwehr wuchs Ersatztorfrau Lucie Buller förmlich über sich hinaus und machte wohl das Spiel ihres Lebens, indem sie reihenweise die gefährlichsten Bälle abwehrte und sich den Beifall der Mitspielerinnen und der Trainerbank redlich verdiente.

Ein weiteres Sonderlob gebührt sicherlich Jana Wiemann-Großpietsch, da sie nicht nur unermüdlich ackerte und ein Tor erzielte, sondern auch noch durch diverse blitzgescheite Pässe zu überzeugen wusste.

Alles in allem ein kämpferisch und z.T. sogar spielerisch überzeugende Mannschaftsleistung, mit der die Mannschaft sogar die Abstiegsränge verlassen konnte.

PS. Auch den neunten Punkt erzielten die FC-Frauen auswärts. Ob man ganz auf das Heimrecht verzichten sollte??! Welch ein schöner 1. Advent für die DonVoß-Ladies!

Am kommenden Sonntag erwarten die FC-Damen den SV Kutenhausen-Todtenhausen 07. Anstoß 15 Uhr.