Blomberg/Donop. „Dieses Spiel hätten wir nicht verlieren dürfen,“ so die spontane Reaktion des FC Ex-Frauen-Trainers Mario Gottschalk, der momentan die Obleute unterstützt, nach dem Abpfiff.  Gemeint war dies sicherlich im doppelten Sinne: der FC musste gewinnen, um endlich den Knoten siegloser Spiele platzen zu lassen – und er hätte auch gewinnen können, denn der TuS Belecke war der bisher schwächste Gegner dieser Saison– aber wieder einmal konnten die Lipperinnen bei schönstem Herbstwetter in Donop eigene dicke Chancen nicht nutzen und verloren ziemlich unnötig mit 1:3.

Höchste Alarmstufe im FC-Torraum.

Spielerisch war das Niveau dieses Kellerduells überschaubar – aber schlechter als der Gegner aus dem Sauerland waren die FC-Frauen auch nicht. Auch fehlenden Kampfgeist konnte man der Mannschaft nicht vorwerfen. Zudem waren die Gegentore allesamt von der Sorte „ziemlich blöd“. Das 0:1 fiel per Kopf im Anschluss an einen Freistoß, als ausgerechnet Innenverteidigerin Nele Grauert wegen einer Verletzung gerade am Spielfeldrand behandelt werden musste. Beim 0:2 ließ die FC-Deckung kurz vor der Pause Beleckes Anna-Maria Köhler viel zu viel Raum, um ungehindert aus 14 m abziehen zu können und beim 0:3 unterlief die ansonsten aufmerksamen FC -Torfrau Lucie Buller eine Bogenlampe. Zu ihrem ersten Landesligatreffer kam FC-Youngster Jessica Hofmann zum zwischenzeitlichen 1:2, was nochmal Hoffnung auf einen glücklicheren Ausgang machte. Mitten in die anschließende FC–Druckphase fiel dann aber in der 89. Minute bei einem Konter der Gäste auch noch das 1:3.

„Das ist extrem bitter“, so Co-Obmann Heino Grollich, „denn ausgerechnet heute fehlten mit Marie Wollbrink und Jasmin Butz zwei erfahrene Akteure im Abwehrverbund, was es der diesmal in der Innenverteidigung aufgebotenen Nele Grauert ermöglicht hätte, mit ihrer Geschwindigkeit weiter vorne zu spielen. Heute standen sieben U21-Spielerinnen auf dem Platz, mit der später eingewechselten B.Juniorin Mira Heine die Jüngste mit gerade einmal 15 Jahren. Viele junge Spielerinnen müssen wir momentan ins kalte Wasser werfen und wir hoffen, dass sie bald auch mal mit einem Erfolgserlebnis belohnt werden.“