„Mein Team ist zurzeit eine Wundertüte!“

Lemgo (ruko). Enttäuscht, aber nicht sauer gab sich TBV Lemgos Coach Matthias Wölk nach dem 2:2 daheim gegen Kellerkind RSV Barntrup: „Das war heute sicherlich unsere schlechteste Saisonleistung. Mein Team ist zurzeit eine Wundertüte, mal läuft es wirklich gut, mal wirklich schlecht. Wir spielen einfach nicht konstant genug und müssen versuchen unsere Partien nicht nur mit spielerischen Mitteln zu lösen, sondern müssen Spiele auch mal über den Kampf entscheiden. Wie man mit kämpferischen Mitteln zum Erfolg kommen kann, das hat uns heute Barntrup vorgemacht“.

Fair springt Lemgos Simon Schneidermann über RSV-Keeper Bengt Pyka hinweg. Links Till Kamp, rechts Jakob Funk, der später Rot sah.

Von Beginn an bekam der TBV keine richtige Ruhe in sein Spiel. Barntrup in Hälfte eins mit den besseren Tormöglichkeiten. Zwei davon hätte Kevin Elsner einfach nutzen müssen. Das sollte sich rächen. In der 44. Minute zog Leon Rinke aus gut 30 Metern ab und überlistete so RSV-Keeper Bengt Pyka. Gleichzeitig auch der Pausenstand.

RSV hat spielfrei

Auch nach dem Wechsel Lemgo mit zähem Spiel. Barntrup weiterhin kämpferisch stark. In der 51. Minute verloren die „Roten Teufel“ Jakob Funk, der auf der Torlinie mit der Hand klärte. „Das musste ich machen. Es blieb nichts anderes übrig“, so der Lockenkopf. Zum Elfer traf Lemgos Selim Blagajcevic an, der sicher zum 2:0 verwandelte. Wer jetzt glaubte die Partie sei entschieden, sah sich getäuscht. Lemgo verlor zusehends den Faden und Barntrup drängte auf den Anschlusstreffer. Der gelang in der 55. Minute durch Kevin Elsner. Der RSV wollte jetzt mehr. Die restlichen aufrichten Zehn warfen nochmal alles in die Waagschale und wurden belohnt. In der 78. Minute war es Jogi Lindemyer, der zum Ausgleich traf. Immerhin ein Punkt für das Kellerkind, das nun vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat. Die Barntruper haben am kommenden Sonntag spielfrei.

Der nächste Spieltag:

Lemgo bei den Löwen zu Gast

Für den TBV geht es am Sonntag zum FC Peckelsheim Eissen-Löwen, Platz zehn in der Tabelle einnimmt. Im ihrem letzten verlor der FC das Nachbarschaftsduell in Borgentreich mit 0:1. Zwar haben die Peckelsheimer zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Absteigsplatz, doch ein paar Sicherheitspunkte will Lemgos kommenden Gegner möglichst noch einsacken. Das Hinspiel konnte der TBV gewinnen. „Wir werden schon wieder in die Spur finden“, gibt sich Wölk optimistisch, der so weit über alle seine Akteure verfügen kann.

Der insider-Tipp: Lemgo gewinnt das Spiel mit 1:0