Nervenkitzel an der Ulmenallee: HSG gewinnt vor über 800 Zuschauern

Blomberg. Die HSG Blomberg-Lippe gewinnt in einem Wechselbad der Gefühle gegen die Bad Wildungen Vipers 31:29 (19:10) und feiert den dritten Heimspielsieg in Folge. Am Sonntagnachmittag sahen die insgesamt 804 Zuschauer ein nervenaufreibendes Spiel an der Blomberger Ulmenallee. Beste Torschützin aufseiten der Blombergerinnen war Alexia Hauf mit acht Treffern.

HSG-Youngster Leni Ruwe glänzte mit fünf Treffern gegen die Bad Wildungen Vipers (Weibz.fotografie).

Zum Spielbeginn bekam das Publikum in der Halle an der Ulmenallee ein ausgeglichenes Spiel beider Mannschaften zu sehen. Erst nach zehn Spielminuten gingen die personalgeschwächten Blombergerinnen erstmalig in Führung. Fortan steigerte sich die Mannschaft von HSG-Cheftrainer Steffen Birkner und spielte sich in einen regelrechten Rausch. Dank einer konsequenten Abwehrleistung, einer aggressiven Deckung und einem guten Zusammenspiel zwischen Defensivverbund und Torfrau Melanie Veith, konnten sich die HSG-Schützlinge weiter absetzen. Im Offensivspiel des lippischen Bundesligisten zeigte sich Nationalspielerin Alexia Hauf im ersten Durchgang besonders treffsicher. Am Ende der ersten Halbzeit stand somit eine verdiente und komfortable 19:10-Führung der Gastgeberinnen auf der Anzeigetafel.

„Ich bin sehr zufrieden mit der ersten Halbzeit. Das war ein sehr fokussierter und zielstrebiger Auftritt meiner Mannschaft. Wir haben nur ganz wenige Fehler gemacht, das war sehr gut“, gibt sich HSG-Cheftrainer Steffen Birkner mit der ersten Halbzeit zufrieden.

Wer sich allerdings auf einen souveränen und ungefährdeten Heimspielerfolg der HSG Blomberg-Lippe eingestellt hatte, wurde in dem zweiten Abschnitt der Partie eines Besseren belehrt. Denn nach dem Seitenwechsel drehte sich das Spiel und die Blombergerinnen erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Die Mannschaft von Vipers-Trainerin Tessa Bremmer kämpfte sich zurück in die Partie und profitierte von leichtfertigen HSG-Fehlern. Nach 50 gespielten Minuten konnten die Hessinnen gar 25:26 in Front gehen. Doch die Nelkenstädterinnen hielten dagegen und kämpften sich auch nach dreimaligem Rückstand immer wieder zurück. Es folgte ein Herzschlagfinale, was an Spannung nicht zu überbieten war und die Zuschauer in den letzten sieben Minuten nicht mehr auf ihren Plätzen hielt. Drei Minuten vor Spielende fasste sich HSG-Youngster Leni Ruwe ein Herz und erzielte die erneute Führung der Hausherrinnen zum 30:29. Am Ende konnte der lippische Bundesligist die Führung über die Zeit retten und das dritte Heimspiel in der Saison 2022/23 mit 31:29 gewinnen. Die HSG Blomberg-Lippe ist somit weiterhin ohne Punktverlust an der heimischen Blomberger Ulmenallee.

„Zum einen muss ich ein Kompliment an das heutige Publikum loswerden. Unsere Fans haben uns heute über 60 Minuten und besonders in den schwierigen Phasen des Spiels den Rücken gestärkt. Zum anderen muss ich vor meiner Mannschaft den Hut ziehen. Die Woche war aufgrund der vielen Ausfälle alles andere als leicht. Ich bin unheimlich stolz auf mein Team und sehr glücklich darüber, dass wir das Ergebnis so gestalten konnten“, so Birkner weiter.

Bereits am kommenden Mittwoch (30. November) wartet das nächste Pflichtspiel auf die HSG Blomberg-Lippe, wenn der deutsche Vizemeister Borussia Dortmund im Achtelfinale des DHB-Pokals an der Blomberger Ulmenallee gastiert. Tickets für das Spiel gegen den BVB können wie gewohnt im HSG-Ticketshop oder in der Geschäftsstelle des lippischen Bundesligisten erworben werden.

Tore für die HSG: Hauf (8), Quist (7), Ruwe (5), Rüffieux (4), Franz (3), van Wingerden (2), Frey (2)

Tore für die Bad Wildungen Vipers: Oßwald (7), Huhnstock (6), Ruwe (4), Scheib (4), Pallas (3), Øby Olsen (3), Blase (1), Hampel (1)