Lange Barntrup (ruko). Nach langer Durstrecke von fünf Niederlagen in Folge konnte der TuS Asemissen nun endlich wieder einen Dreier einsacken, gewann beim Tabellenletzten RSV Barntrup mit 4:1-Toren. Für die „Roten Teufel“ dürfte die Lage in Bezug auf den Klassenerhalt nicht erst nach dieser Niederlage hoch brenzlig sein, hat die Schmiech-Truppe nach dem letzten Spiel der Hinrunde doch schon 13 Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Marius Seipt is back. Nach zehnwöchiger verletzungsbedingter Pause traf Seipt gleich zweimal beim 4:1-Sieg in Barntrup.

„Nehme ich auf meine Kappe!“

„Leider haben wir eine grottenschlechte erste Hälfte abgeliefert, was ich aber auch teilweise auf meine Kappe nehmen muss. Da Kevin Elsner aufgrund seiner 5. Gelben Karte gesperrt war, habe ich die Mannschaft auf vielen Positionen umgestellt. Das hat nicht gefruchtet. Wir waren nicht kompakt genug und zu langsam. In der zweiten Hälfte habe ich die Spieler wieder auf ihre angestammten Positionen agieren lassen und von da an haben wir besser gespielt“, spart RSV-Coach Thorsten Schmiech nicht mit Kritik an seiner eigenen Person. 

Der Gast konnte in diesem Match wieder auf seine Lebensversicherung, Goalgetter Marius Seipt, bauen, der nach zehn Wochen verletzungsbedingter Pause erstmals wieder im Einsatz war und seine Mannschaft gleich mit 2:0 in Führung schoss (9. und 22.). Da auch der TuS einige Ausfälle zu verkraften hatte, beorderte TuS-Coach Carsten Skarukpe Tim Meier vom zentralen Mittelfeld auf die Innenverteidigerposition und Meier machte seine Sache gut. Nach dem 2:0 spielte der Gast sichtlich befreit auf und Basel Neamy sorgten mit zwei sehenswerten Treffern für die 4:0-Pausenführung der Gäste (30. und 34.).

Nach der Pause der RSV zwar besser im Spiel, doch die Partie war schon in Hälfte eins gelaufen, auch wenn Tobias Normann noch der Ehrentreffer für den RSV in der 48. Minute gelang.

„Die Sehnsucht war groß!“

„Die Sehnsucht nach einem Sieg war groß und Gottlob konnten wir endlich wieder einen Dreier einfahren. Der Sieg war natürlich verdient und hätte auch noch höher ausfallen müssen“, so ein erleichterter TuS-Coach Carsten Skarupke nach dem Spiel.

„Wir müssen die Sache realistisch betrachten. Wir haben leider nur einen dünnen Kader, können so Ausfälle nicht kompensieren. Zudem sind viele unserer Spieler noch zu unerfahren. Im Spiel gegen Asemissen standen gleich sieben Youngster unter 20 Jahren auf dem Feld. Für uns gilt es aber weiterhin das Beste aus dieser Lage zu machen. Wir müssen Schritt für Schritt machen und versuchen mehr Konstanz in unser Spiel zu bekommen“, so ein nachdenklicher Barntruper Coach.

Der nächste Spieltag:

RSV erwartet Höxter – Asemissen trifft auf Peckelsheim

Sicherlich kein Aufbaugegner dürfte auf den RSV Barntrup am Sonntag warten, der zum Rückrundenstart daheim auf den Tabellendritten SV Höxter trifft. Das Hinspiel verloren die Lipper mit 1:7-Toren. „Das kann aber nicht der Maßstab sein, fehlten uns damals doch gleich elf Spieler, die an Corona erkrankt waren. Dennoch stellen wir  am Sonntag den krassen Außenseiter, zumal Tim Sölter, die urlaubenden Hoffmann und Neumann sowie Jakob Funk, der arbeitstechnisch verhindern sein wird, nicht dabei sein werden“, hat Thorsten Schmiech natürlich kein so gutes Gefühl zu diesem Match.

Der insider-Tipp: Der RSV wird mit einer Niederlage in die Rückrunde starten, unterliegt Höxter mit 1:3.

„Peckelsheim ist gerade auswärts sehr unangenehm zu spielen“, weiß Asemissens Coach Carsten Skarupke vor der Aufgabe bei den Eisernen, die zurzeit Platz 10 in der Tabelle einnehmen. Das Hinspiel konnten die Asemisser mit 3:1-Toren gewinnen. „Wir wollen am Sonntag vor der Winterpause auf jeden Fall nochmal was Zählbares mit nach Hause nehmen“, wünscht sich Skarupke, der hofft, dass Düding, Heidschuster und Lemke dabei sein werden, hinter dessen Einsätze Fragezeichen stehen.   

Der insider-Tipp: Asemissen wird in Peckelsheim mit 1:0-Toren siegen.