CDU Lippe will Kinder besser schützen

Fraktion sieht Handlungsbedarf auf Kreisebene nach Vorfällen in Lügde –

Die CDU-Kreistagsfraktion Lippe sieht nach den schrecklichen Vorfällen in Lügde Handlungsbedarf auf Kreisebene. Foto Pixabay

Kreis Lippe. „Wie kann verhindert werden, dass sich ein so entsetzliches Verbrechen wiederholt und was können wir dazu beitragen?“ Diese Frage stellt die CDU-Kreistagsfraktion Lippe nach den schrecklichen Vorfällen in Lügde und sieht Handlungsbedarf auf Kreisebene.
„Es ist erschütternd, welches Leid den Kindern angetan wurde. Sie werden diese Last ihr Leben lang mit sich tragen müssen. Dass so etwas auf lippischem Boden geschehen ist, macht uns fassungslos“, beschreibt Vorsitzender Andreas Kasper die Stimmung in seiner Fraktion. Die Christdemokraten sind einig: „So konsequent wie die Straftaten von Lügde aufgeklärt werden müssen, so dringend notwendig ist es, unsere Kinder in Lippe künftig besser vor Übergriffen und Misshandlungen zu schützen.“ Im Namen der CDU fordert Kasper daher, dass ab sofort in Lippe zusätzlich und zeitgleich zu den aktuell laufenden Ermittlungen die kreisseitig bestehenden Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Die CDU würde sich darüber hinaus wünschen, dass sich der Landrat als Leiter der Kreispolizeibehörde und des Kreis-Jugendamtes in der internen Aufarbeitung der Vorfälle an die Spitze der Bewegung stellt und, sofern erforderlich, interne Optimierungsmaßnahmen anstößt und zeitnah umsetzt. „Angesichts des schrecklichen Ausmaßes der Geschehnisse dürfen die betroffenen Kinder und Eltern ein optimales, professionelles Krisenmanagement von der Verwaltungsspitze erwarten“, stellt Kasper fest. Die CDU habe inzwischen eine Sondersitzung des Kreispolizeibeirats beantragt, informiert er. Zugleich begrüßen die Christdemokraten die Sondersitzung, in der sich der Jugendhilfeausschuss mit den Vorfällen befasst. „Das sind gute erste Schritte, aber weitere müssen folgen und die Erkenntnisse müssen auch in der Kooperation mit anderen Behörden zusammengeführt werden“, so Kasper.