Lemgo wappnet sich gegen Wetterphänomene

Stehen zusammen für das Starkregenrisikomanagement: (von links) Lemgos 1. Beigeordneter und Kämmerer Frank Limpke, Bürgermeister Markus Baier und Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling, Björn Ladage (Leiter Straßen und Entwässerung Lemgo) und Frank Roland (Bezirksregierung Detmold).

Lemgo. Unwetterartige Regengüsse können überall und innerhalb kürzester Zeit zu massiven Überschwemmungen führen. Um sich für eine steigende Anzahl dieser Wetterphänomene zu wappnen, wird die Alte Hansestadt Lemgo ein Konzept zum Starkregenrisikomanagement erstellen. Den Fördermittelbescheid für das Projekt brachte Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling nun bei ihrem ersten Besuch in Lemgo mit.
Nicht nur für nasse Füße, auch für Schäden an Gebäuden und Infrastruktur haben Starkregenereignisse in Lemgo in der Vergangenheit bereits gesorgt. An einigen Standorten gibt es deshalb bereits umgesetzte Vorsorgemaßnahmen, aber noch keine konzeptionelle Gefährdungs- und Risikoanalyse für das gesamte Stadtgebiet. „Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist eines unserer strategischen Stadtziele. Zu ermitteln, wo wir welche Maßnahmen umsetzen müssen, um auf Starkregen vorbereitet zu sein und im Notfall handeln zu können, ist ein wichtiger Teil davon. Dafür ist fraktionsübergreifend der politische Wille da und auch die Unterstützung durch die Bezirksregierung“, so Lemgos 1. Beigeordneter und Kämmerer Frank Limpke.
Das Projekt in Lemgo basiert auf einer Arbeitshilfe des Landes NRW und wird in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung erstellt. Am Anfang steht dabei eine Überflutungs- und Gefährdungsanalyse des Stadtgebiets, am Schluss ein Handlungskonzept. „Vor dem Hintergrund der zunehmenden Extremwetterereignisse ist es sehr wichtig, dass Kommunen sich bestmöglich vorbereiten. Die Hansestadt Lemgo geht mit gutem Beispiel voran: Das geplante Konzept zum Starkregenrisikomanagement enthält die erforderlichen Schritte, um beispielsweise Überflutungsschäden zu mindern sowie geeignete Vorsorgemaßnahmen umzusetzen. Das Land NRW und die Bezirksregierung unterstützen das Vorhaben daher sehr gern mit ihrer Förderung“, sagt Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling.
„Ich bin dankbar, dass wir mit dem Fördermittelbescheid nun einen weiteren Schritt in Richtung Klimafolgenanpassung gehen können. Denn wo wir Ereignisse nicht verhindern können, müssen wir uns bestmöglich darauf vorbereiten“, so Bürgermeister Markus Baier. Die Höhe der bewilligten Fördermittel liegt bei gut 60.000 Euro, der kommunale Eigenanteil beträgt 50 Prozent. Umgesetzt werden soll das Projekt innerhalb der nächsten zwei Jahre.