Lemgo. Die Baustelle am Regenstorplatz mit der damit verbundenen Umleitung sorgt besonders in den Morgen- und Abendstunden im Berufsverkehr für jede Menge Staus in der Alten Hansestadt. Mehr Zeit muss eingeplant werden und selbst geduldige Autofahrer sind mehr als genervt, fragen sich: Wie lange noch legt diese Baustelle den Verkehr lahm?

Für die Dauer der Bauzeit ist die Durchfahrt Regenstorstraße voll gesperrt worden. Die Parkplätze Regenstorplatz und Bleiche sind dabei die meiste Zeit erreichbar. Im Zuge der Sperrung ist die Innenstadt täglich verstopft. Der Straßenzug Stiftstraße-Schuhstraße-Regenstorstraße stellt eine wichtige West-Ost-Achse dar, die zur Zeit einfach fehlt. Die Alternativen Gosebrede/Richard-Wagner-Straße/Bruchweg (für Ortskundige) und Papenstraße (Beschilderung) nehmen den Umleitungsverkehr auf.

Im Endeffekt „trifft“ sich das meiste dann aber wieder am Ostertor-Kreisel, der dieser Tage zu Stoßzeiten nachmittags stundenlang „dicht“ ist. Lange Rückstaus auf Bruchweg, Bismarckstraße und bis in das Rampendal hinein sind die Folge.

Entlang des Straßenzuges Rampendal/Papenstraße geht es oft nur stockend voran, staut sich manchmal schon weit zurück bis zum Lippegarten. Pendler, die den Weg auch über stadtauswärtige Richtungen der Richard-Wagner-Straße entlang des Bruchwegs suchen, finden sich auch hier im Stop‘n Go-Modus wieder. Seit Mitte Mai sind die Kanal- und Straßenarbeiten „Regenstorstraße“ im Gange. Im Rahmen der Erneuerung der Mischwasserkanalisation mit Anschlussleitungen wird gleich die Straße mit umgestaltet. Hier soll eine Verkehrsberuhigung erzielt werden. Bordsteine und Gehwege werden weitestgehend erneuert. Ende nächster Woche sollten diese Maßnahmen abgeschlossen sein.  „Beim Rückbau von zwei großen Fernwärmeschächten sind leichte Verzögerungen eingetreten, ansonsten liegen wir gut in der Zeit, soweit es die Witterung weiterhin zulässt“, gibt sich Klaus Hagemeister zufrieden (Abteilung Straßen und Entwässerung Lemgo). Aktuell werden die Bordstein- und Pflasterarbeiten durchgeführt sowie vorbereitende Tätigkeiten für die Asphaltierung der Straße. Des Weiteren erfolgen Aktivitäten im Zufahrtsbereich Regenstorplatz. Eine Buswendeschleife entsteht im Bereich der Altglascontainert. Die Sammelstelle bekommt auf dem Platz einen anderen Standort.

Zurück zur Straße: An dieser wichtigen Achse zeigt sich ein Dilemma für die Stadtplaner: Einerseits wollen sie den Straßenzug Stiftstraße-Schuhstraße-Regenstorstraße beruhigen. Was auf gut Deutsch heißt: Es sind weniger motorisierte Fahrten gewünscht. Gleichzeitig wird während der Sperrung deutlich, wie sensibel der Verkehrsfluss in der Innenstadt auf jede Störung reagiert. Auch Sicherheitsbelange spielen eine Rolle: Wo soll der Rettungswagen langfahren, wenn sich lange Staus auf immer schmaleren Fahrbahnen bilden? Die Schikanen in der neu gestalteten Regenstorstraße fallen hingegen relativ sanft aus. Mal schaun‘, was sich die Planer für die angedachte Umgestaltung von Stift- und Schuhstraße einfallen lassen.