Erfolgreiche Oldtimer-Tour duch OWL

Mittagsrast in Bielefeld-Sennestadt mit einem Ford Modell A.

Im Rahmen der 81. ADAC Westfalen-Lippe-Fahrt „Klassik“ machten sich am Samstag 81 chromblitzende und topgepflegte Oldtimer vom Soldatenheim Oase Haus Senne in Augustdorf auf eine zwischen 160 km (Touristische Wertung) und 195 Kilometer (Sportliche Wertung) lange Reise durch den Kreis Lippe, Teile des Kreises Gütersloh sowie südliche Teile des Stadtgebietes von Bielefeld. Nach der technischen Abnahme ging es zum Start. Dort wurde pünktlich um 9.31 Uhr die Startflagge gesenkt und das erste Team auf die Fahrt geschickt. Unter dem Beifall der begeisterten Oldtimerfans nahmen anschließend die restlichen 80 „automobilen Schätze“ im Minutenabstand die Strecke unter ihre schmal bereiften Räder. Durch Schloß Holte-Stukenbrock, Verl und Sende ging es zur Mittagsrast zum Audi Teams Schröder in BI-Sennestadt. Dort gab es für die vielen Oldtimerfans ausreichend Gelegenheit zum Benzingespräch mit den Teams der liebevoll restaurierten und gepflegten, alten Autos oder zum Foto-Shooting.
Leider öffnete der Himmel ab Mittag seine Schleusen und die Cabrio- und Roadster-Teams ließen bei Hagelschauern und Regengüssen ihr Verdeck lieber geschlossen.
Anschließend zog der Tross weiter durch Bi-Ubbedissen, BI-Oldentrup in Richtung Evenhausen, Nienhagen und Wülfer zur Kaffeepause auf der Festwiese Retzen. Danach ging es weiter durch Lieme, Sylbach, Pottenhausen und Helpup wieder mit Zwischenstation vor dem Augustdorfer Rathaus zur Zielankunft an der Oase Haus Senne, wo die Teams mit Beifall und einem Glas Sekt begrüßt wurden.

Ein Lancia Fulvia Rally, Baujahr: 1999.

„Brot und Butter-Klasse“ vertreten

Dort vor der Zielflagge wartete mit einer sogenannte „Schlauchprüfung“ eine besondere Herausforderung auf die Teams. Hierbei galt es, genau 100 Meter in einer vorgegebenen Zeit zu absolvieren. Abweichungen nach oben oder unter wurden mit Strafpunkten belegt.
Traditionell war der Großteil des Starterfeldes in den Jahren zwischen 1950 und 1990 erstmals zugelassen. Dabei auch wieder die bekannten und beliebten Klassiker der „Brot und Butter-Klasse“ wie VW Käfer, Ford Taunus oder Opel Kadett. Aber auch die Luxusklasse mit diversen Mercedes-Benz- und BMW-Modellen waren am Start vertreten. Die „Sportfraktion“ wurde durch zahlreiche Porsche-Modelle, Opel Manta 400, einem seltenen Lancia Fulvia Coupe und einem Renault R5 Alpine Turbo repräsentiert.
Das älteste Fahrzeug im Teilnehmerfeld war ein wunderschöner Ford Modell A Roadster aus dem Baujahr 1929. Daneben gab es zahlreiche weitere „auto-mobile“ Raritäten, die einem Fan auch nicht jeden Tag vor die Fotolinse kommen, darunter das „Dickschiff Mercedes-Benz W 140 (der mit den Peilstäben hinten), der Citroen DS 20 ( die „Göttin“) als Designikone der Fünfziger und Sechziger sowie zwei Jaguar E-Types.
Die auto-mobilen Raritäten wurden den zahlreichen Zuschauern am Start, bei der Mittagsrast am Audi-Hangar des Schröder Teams in Sennestadt, im Rahmen der Kaffeepause sowie bei der Zielankunft in Augustdorf vom Sprecher Olaf Rahn fachkundig und humorvoll angekündigt.

Ein Opel Kadett C Coupe auf der Strecke.

Resonanz erfreulich

Die Resonanz der heimischen Oldtimer-Szene war mit knapp 50 von 80 gestarteten Teams erfreulich groß. Überhaupt ist die „Oldtimerei“ häufig eine Familiensache. Neben Ehe- oder Lebenspartnern fuhren häufig die Kinder oder Enkelkinder mit.
Die meisten teilnehmenden Teams nahmen die landschaftlich wunderschöne und anspruchsvolle Strecke nach dem Motto „Sehen und gesehen werden“ unter die schmal bereiften Räder und die Zuschauer freute es.