Sieg gegen Lübbecke

 

Christian Klimek setzt sich durch.

Lemgo. Am letzten Spieltag der Saison 2017/18 in der DKB Handball-Bundesliga war der TuS N-Lübbecke in der Lipperlandhalle zu Gast. Vor ausverkaufter Halle ging es im Derby noch einmal um alles. Nachdem die Mannschaft gut ins Spiel gestartet ist, stand es zur Halbzeit 11:13 für die Gäste. Der Mannschaft von TBV-Trainer Kehrmann gelang es das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen und konnte sich am Ende mit 30:27 durchsetzen. Durch die Niederlage und den Sieg der Eulen Ludwigshafen müssen die Gäste vom Wiehen leider den Gang in die zweite Liga antreten. Beste Lemgoer Werfer waren in diesem Spiel Patrick Zieker mit sieben und die beiden Linkshänder Donát Bartók und Tim Hornke mit jeweils sechs Treffern.

TBV-Trainer Florian Kehrmann stand wieder fast der komplette Kader zur Verfügung, die beiden Verletzten, Kapitän Kogut und Torhüter Johannesson, waren wieder mit dabei, lediglich Robin Hübscher konnte aufgrund einer Augenverletzung am letzten Saisonspiel nicht mitspielen. So schickte Kehrmann zunächst Zieker, van Olphen, Suton, Bartók, Zerbe, Klimek und Wyszomirski ins Derby. Die Gäste vom Wiehen eröffneten die Partie, scheiterten jedoch an Wyszomirski im Tor. Auch der TBV konnte seinen ersten Angriff nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Nachdem der TuS auch in den nächsten zwei Versuchen Lemgos Polen im Tor nicht überwinden konnten, erzielte Lukas Zerbe in der 4. Minute das erste Tor im Spiel per Tempogegenstoß. Wyszomirski bekam zunächst einen Wurf von Gruszka ins Gesicht und war weiterhin hellwach, nach der nächsten Parade schickte er seine Teamkollegen mit dem nächsten schnellen Ball in den Tempogegenstoß, Zieker verwandelte sicher zum 2:0. Lübbecke gelang der 2:1-Anschlusstreffer, ehe Bartók zum 3:1 abschloss.Nach achteinhalb Spielminuten musste Lübbeckes Kapitän Nils Torbrügge nach einem Foul an Bartók für zwei Minuten platznehmen, ehe Bartók die Überzahlsituation nutzte und zum 4:2 traf. Kogut kam nun für van Olphen im Angriff und Suton rückte auf die Halblinkeposition. Nach erneutem Ballgewinn sah van Olphen in der zweiten Welle den eingelaufenen Zerbe am Kreis, der sicher zum 5:4 verwandelte. In der 13. Minute gelang es dem TuS zum ersten Mal in der Partie auszugleichen, 5:5. Jedoch ging der TBV kurz darauf durch Bartók erneut mit einem Tor in Führung. Anschließend musste auch van Olphen für zwei Minuten auf die Bank, die Gäste nutzten die Unterzahl der Lemgoer ebenfalls aus und glichen zum 6:6 per Siebenmeter aus. Klimek bekam im Angriff eine Pause, für ihn übernahm Theuerkauf am Kreis. In der 21. Minute war es erneut Donát Bartók, der sich auf Halbrechts durchsetzen konnte und zum 9:8 erfolgreich war. Nach diesem Gegentreffer zog TuS-Trainer Aaron Ziercke seine erste Grüne Karte in der Partie. Nach einem Foul im Tempogegenstoß an Nettelstedts Speckmann sah Lukas Zerbe eine Zweiminutenstrafe, für ihn kam Tim Hornke auf Außen. Die Gäste konnten ihre Überzahl zur 9:10-Führung nutzen. Nachdem Bechtloff gerade für Speckmann ins Spiel kam, musste auch er nach einem Foul gegen Theuerkauf auf die Bank. Kehrmann nahm in der Überzahl zusätzlich seinen Torhüter aus dem Tor. Jedoch vergab seine Mannschaft im Angriff den Ball und der TuS N-Lübbecke erzielte durch Tatai das 9:11. Der TBV nahm nach dem Zwei-Tore-Rückstand eine Auszeit zu. Besprochenes wurde umgesetzt und Theuerkauf netzte zum 10:11-Anschlusstreffer ein. Lübbecke leistet sich im Angriff einen Fehlpass auf der linken Seite, Guardiola kam an den Ball und startete in den Gegenstoß und glich in der 27. Minute zum 11:11 aus. In den letzten 24 Sekunden vor der Halbzeitsirene ging es wieder Schlag auf Schlag. Der TBV verlor den Ball im Angriff, der TuS startete in den Gegenstoß und verlor ebenfalls den Ball nach dem Einwurf. Der TBV schaffte es noch Theuerkauf anzuspielen, der den Ball nach einer Behinderung durch den Gegner nicht im Tor unterbringen konnte. Der TBV ging mit 11:13-Rückstand in die Kabine.

Durchgang zwei wurde vom TBV Lemgo direkt durch Suton mit dem Treffer zum 12:13 eröffnet. Und auch Wyszomirski kam wieder gut in die Partie und nahm den ersten Ball der Gäste weg. Nach drei gespielten Minuten gelang es dem TBV durch Bartók auszugleichen. Schon in der 34. Spielminute musste der nächste Spieler der Gäste für zwei Minuten vom Spielfeld. Der TBV sah in Überzahl den freien Theuerkauf am Kreis, der zum 14:14 einnetzte. Die Lemgoer standen sehr gut in der Abwehr und zwangen die Gäste zum Zeitspiel, die den Ball nicht im TBV-Tor unterbringen konnten und der TBV leitete zum Gegenstoß über Zieker ein, der ins leere Tor traf und Lemgo übernahm wieder die Führung. Zwar konnten die Gäste erneut ausgleichen, aber auch im nächsten Lemgoer Angriff war Zieker erfolgreich und traf zum 17:16. Durch die nächste Parade von Wyszomirski konnte der nächste schnelle Angriff eingeleitet werden. Tim Suton setzte sich auf der Mitte zum 18:16 durch. Und wieder war es Wyszomirski im Tor, der den nächsten Ball der Gäste entschärfte und Zieker zum 19:16 in den Gegenstoß schickte. Nachdem die Gäste in der 41. Spielminute per Siebenmeter auf 19:17 verkürzen konnten, setzte sich erneut Suton auf der Mitte durch und konnte auf 20:17 erhöhen. Trotz Unterzahl gelang Zieker auf Linksaußen ein Steal, den er im Tempogegenstoß sicher zum 21:17 einnetzte. Anschließend war es wieder Wyszomirski, der wieder parat war. Im Siebenmeterduell gegen Genz zeigte er die nächste starke Parade. Genz erhielt, nachdem er Lemgos Theuerkauf am Kreis halb das Trikot ausgezogen hatte, die nächste Zeitstrafe für den TuS. Lemgo räumte in Überzahl bis auf Hornke auf Außen ab und konnte die Führung auf 22:17 weiter ausbauen. Nachdem der TuS auf 23:19 verkürzen konnte, erhielt Rakovic nach einem Foul gegen Suton seine zweite Zweiminutenstrafe und der TuS musste erneut in Unterzahl gegen Lemgo spielen. In der 49. Minute gab es für den TBV Lemgo den ersten Siebenmeter im Spiel. Hornke ging zur Linie und verwandelt sicher zum 24:19. Lübbecke nahm seinen Torhüter in Unterzahl raus und verlor im Angriff den Ball. Wyszomirski schaltete schnell um und traf ins leere Tor zum 25:19. Nachdem die Mannschaft zehn Minuten vor Schluss in der Abwehr den nächsten Ballgewinn verbuchen konnte und durch Hornke zum 26:19 erhöhte, nahm Gästetrainer Ziercke seine nächste Auszeit. Er stellte in der Abwehr um und ließ seine Mannschaft eine sehr offensive Abwehr decken. Trotzdem gelang es dem TBV erneut auf Hornke abzuräumen und die Führung auf sieben Tore auszubauen. Nach schnellen Ballwechseln nahm Kehrmann beim 28:22-Zwischenstand sein zweites Timeout. Im Tor kam Mark van den Beucken, im Angriff kamen Hangstein und Ebner jeweils auf den Halbpositionen, Zerbe kam noch einmal auf der Außenbahn. Im zweiten Angriff konnte Ebner im Eins gegen Eins direkt eine Zweiminutenstrafe gegen Gierak rausholen und Hornke verwandelte den zweiten Siebenmeter sicher zum 29:23. Zwei Sekunden vor dem Ende vergab der TuS den letzten Wurf aufs Tor. So stand es nach 60 kämpferischen Minuten 30:27. Da die Eulen Ludwigshafen ihr Spiel gegen Erlangen mit 32:28 gewonnen haben, muss der TuS N-Lübbecke nach einer Saison in der stärksten Liga der Welt leider den Gang in die 2. Bundesliga antreten.

Johannesson, Wyszomirski (1), van den Beucken; Hornke (6), Suton (4), van Olphen (1), Klimek, Bartók (6), Guardiola (1), Ebner, Theuerkauf (2), Hangstein, Kogut, Zerbe (2), Zieker (7)

 

Christian Klimek setzt sich durch.