Genephe Mäder erlöste ihre Mannschaft mit dem Führungstor kurz vor der Pause.

Lemgo/Voßheide. Die beiden vorher punktgleichen Spitzenteams hatten offenbar unterschiedlich schwierige Aufgaben: während der SC Borchen beim starken SV Germania Stirpe nicht über ein 2:2 hinauskam, zeigte sich der FC Donop-Voßheide gegen den Herforder SV II deutlich überlegen und gewann klar mit 6:0. Das bedeutet, dass die DonVoß-Ladies als einzige Mannschaft noch eine reine Weste haben und sich nun die Tabelle von ganz oben angucken dürfen.

FC-Coach Mario Gottschalk konnte diesmal personell fast aus dem Vollen schöpfen und Milena Szymkowiak (Fußbeschwerden) und Laura Fuhlhage (Erkältung) sogar eine Pause gönnen. Seine Schützlinge nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und erarbeiteten sich Torchancen am Fließband – lediglich der Ball wollte nicht über die gegnerische Torlinie, sei es, weil der Abschluss nicht präzise genug gelang oder Herfords starke Torfrau Carolin Zschau etwas dagegen hatte. Selbst ein von Jana Wiemann-Großpietsch getretener Elmeter reichte nicht, um den Führungstreffer zu erzielen. Erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff kam die Erlösung durch Genephe Mäder, die nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle war und den von der Torhüterin abgeklatschten Ball selbst noch über die Torlinie drücken konnte. Vom Herforder SV war bis dahin offensiv nichts zu sehen gewesen.

Nach der Pause erhöhten Charlotte Meier und Lara Sophie Richts bis zur 60. Minute auf ein sicheres 3:0, woraufhin Trainer Gottschalk noch sein gesamtes vierköpfiges Auswechselkontingent aufs Feld schickte. Sophie Lanita Inverno bedankte sich 10 Minuten später mit dem 4:0 (80. Min), Melanie Gutsch und Anna-Lena Meier erhöhten in den Schlussminuten noch auf 6:0. 17 ihrer 24 Saisontore Tore haben die DonVoß-Ladies damit in der zweiten Halbzeit geschossen.

Der Herforder SV kämpfte 60 Minuten lang heroisch, am Ende verließen die Mannschaft jedoch die Kräfte. Der Klassenerhalt dürfte wohl eine schwierige Aufgabe werden. Für den FC wäre bei zwei verschossenen Elfmetern (auch Nele Busch verballerte noch einen) und mehr als einem halben Dutzend klarer Chancen auch ein zweistelliges Ergebnis im Bereich des Möglichen gewesen. Aber auch so war alles gut und den vertanen Torgelegenheiten trauerte am Ende niemand mehr nach. Erst 90 Minuten nach Spielende erfuhr die Mannschaft, die beim Oktoberfest in Voßheide bei den Herrenspielen noch den Thekendienst absolvierte, von der Tabellenführung, mit der ja nicht unbedingt zu rechnen gewesen war.

 

Prüfstein Stirpe

 

Ausgerechnet Germania Stirpe heißt für die FC-Frauen nun der nächste Gegner. Das scheint dann ja wohl ein echter Prüfstein zu werden. Vorher steht allerdings am Donnerstag (03.10.) beim Bünder SV noch die zweite Runde des Kreispokals an.

 

Frauen-Kreisliga:

SC Bad Salzuflen 1

FC Frauen III 1

Trotz Dauerregens war ein beachtlicher Fanblock der FC-Dritten mit nach Bad Salzuflen gereist, und fast wäre sogar für die FC-girls ein Sieg herausgesprungen, nachdem Melina Schlüter ihre Farben in der 33. Minute in Führung geschossen hatte. Nach dem Ausgleich in der 70. Minute schwanden bei den Gästen aber zusehends die Kräfte und Torfrau Julia Brede musste mit einigen Glanzparaden den einen Punkt noch festhalten, was aber immerhin gelang. Das Spiel der 2. Frauenmannschaft gegen den FC Unteres Kalletal ist auf den 20.10. verlegt worden.