Lemgo, 13. November 2021. „Wir wollen den Schwung vom Auswärtssieg bei den RheinNeckar Löwen mitnehmen und zeigen, dass wir die Nummer eins in OWL sind.“ Das sagte Florian Kehrmann, Trainer des TBV Lemgo Lippe, vor dem Nachbarschaftsduell beim TuS N-Lübbecke. Und sein Team zeigte in der Partie der LIQUI MOLY HBL eine starke Leistung und setzte sich mit 28:26 (12:9) durch. Damit feierte der TBV nach dem 33:30 in Mannheim, bei dem die Lipper erstmals seit 16 Jahren wieder die SAP-Arena stürmten, den zweiten Auswärtserfolg in Reihe. Ihr Punktekonto stockten die Lemgoer auf 12:8 auf und liegen damit nach zehn Spielen exzellent im Rennen.

Freude beim TBV nach dem Schlusspfiff.


Die Gäste, die vor Peter Johannesson mit Ellisson und Schagen auf den Außen, Hutecek, Carlsbogård und Cederholm im Rückraum sowie Gedeon Guardiola am Kreis (im Angriff Reitemann) starteten, brauchten einige Minuten. Der erste Treffer gelang Michel Reitemann nach 5:20 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt hatte der TuS in Person von Tom Skroblien mit drei Treffern von der Marke bereits ein 3:0 vorgelegt. Doch dann übernahm der TBV das Zepter, daran änderten auch drei vergebene Siebenmeter im ersten Abschnitt nichts. In der Abwehr packte der Mittelblock mit Carlsbogård und Gedeon Guardiola im Zentrum sowie Simak und Hutecek und später Suton zu. Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic nahm seine zweite Auszeit bereits nach 20 Minuten. Bobby Schagen sorgte in Überzahl für das 9:5 (19.), nach dem 10:5 durch den kurz vorher eingewechselten Tim Suton (24.) betrug der Vorsprung sogar fünf Treffer. Die Gastgeber wehrten sich zwar, doch Carlsbogård markierte den letzten Treffer im ersten Abschnitt (12:9).
Vor 1600 Besuchern in der Merkur-Arena ging es nach dem Seitenwechsel eng zu, aber Lemgo blieb vorne. Beim 20:18 (45.) bat Florian Kehrmann erstmals zur Auszeit und wies auf die Gefährlichkeit von Heiny hin, der letztlich auf acht Treffer kam. In der Offensive setzte der TBV-Coach immer wieder auf den siebten Feldspieler. In der Schlussphase ging es dann hektisch zu: Rot sah Lübbeckes Dräger nach einer Attacke gegen Tim Suton (58.). Cool blieb Bjarki Már Elísson von der Siebenmetermarke. Auch das letzte Tor für den TBV ging auf das Konto des Isländers. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandierten die TBV-Fans.


Florian Kehrmann: „Wir freuen uns über den Derbysieg, zur Halbzeit hätten wir schon mit fünf Toren führen müssen. Wir wussten, dass es ein hartes Spiel wird, am Ende haben wir es verdient gewonnen.“


TBV Lemgo Lippe: Johannesson, Zecher; Hutecek (1), Elísson (6/3), Kogut, I. Guardiola, Simak (3/2), Carlsbogård (5), Schagen (5), Schwarzer, Suton (4), Zerbe, G. Guardiola, Cederholm (3), Reitemann (1).